Stadt äußert sich
Supermärkte sollen Parkplätze vermieten – neuer Stand
19.06.2026 – 09:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Parkplätze in Köln sind heiß begehrt – dabei sind die Supermarkt-Plätze abends komplett leer. Warum können Autofahrer nicht einfach dort parken? Die Stadt äußert sich zum aktuellen Stand.
Fast ein Jahr nach Beginn eines Pilotprojekts zum sogenannten Feierabendparken auf zwei Parkplätzen von Aldi Süd in Ehrenfeld und Bilderstöckchen tun sich die Stadt Köln und die Supermärkte mit einer Ausweitung schwer.
Bei dem Park-Modell, das in anderen deutschen Städten teils schon weiter verbreitet ist, können Anwohner gegen eine Gebühr nach Ladenschluss ihren Wagen auf dem Parkplatz des Discounter abstellen – was bislang verboten ist.
Testweise kann man seit August 2025 auch an zwei Aldi-Standorten in Köln nachts an „ausgewählten Parkplätzen“ parken: nämlich an der Osterather Straße 26 in Bilderstöckchen und Marienstraße 147-159 in Ehrenfeld. Werktags zwischen 19 und 8 Uhr stehen Parkplätze für vier Euro pro Nacht oder 30 Euro im Monat zur Verfügung. Die Buchung läuft per App und mit automatischer Nummernschilderkennung.
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Doch eine Ausweitung des Projekts scheint zu stocken. Ein Sprecher der Stadt Köln sagte t-online in dieser Woche, dass zwischen der Verwaltung und interessierten Supermärkten zwar „Einigkeit“ bestehe, nach weiteren Standorten in Köln für das Feierabendparken zu suchen. Jedoch gebe es, das habe die Verwaltung zuletzt bei einem Gespräch mit den Supermärkten festgestellt, weiterhin „verschiedene Herausforderungen und Hemmnisse“.
Stadt will mit Supermärkten auf Parkplatz-Suche gehen
Der Stadtsprecher weiter: „Eine besondere Rolle spielen dabei bauordnungsrechtliche Fragestellungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von Stellplätzen außerhalb der regulären Öffnungszeiten, sowie Aspekte des Lärmschutzes.“ Nun wolle man die bisherigen Erfahrungen aus Ehrenfeld und Bilderstöckchen auswerten und nach weiteren Standorten in Köln für das Projekt suchen.
Bei Aldi Süd war man laut dem WDR von dem Format zuletzt durchaus angetan: Die Erfahrungen seien gut, besonders in innerstädtischen Lagen komme das Angebot an. Das Unternehmen will die beiden Kölner Standorte „bis auf weiteres fortführen“.
In anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist man da schon weiter: Bochum startete sein Feierabend-Parken im März 2025 mit drei Filialen und zwei Euro pro Nacht. In Düsseldorf werden bereits seit Sommer 2024 190 Parkplätze an zwei Discounter-Ketten zum Feierabendparken angeboten.











