Zentrale in Österreich
Aldi Süd regelt Obst- und Gemüseeinkauf neu
19.06.2026 – 10:52 UhrLesedauer: 1 Min.
In der österreichischen Stadt Salzburg wird demnächst ein großer Geschäftsteil von Aldi Süd abgewickelt. Er soll dem Discounter bessere Einkaufskonditionen ermöglichen.
Aldi Süd will den Einkauf wichtiger Obst- und Gemüseprodukte länderübergreifend über die Salzburger Einkaufszentrale Aldi Global Sourcing steuern. Das berichtet das Branchenblatt „Lebensmittel Zeitung“.
Künftig soll Obst und Gemüse für alle Landesgesellschaften zentral von Österreich aus beschafft werden. Dem Bericht zufolge verfolgt der Discounter das Ziel, näher an die Produzenten heranzurücken und die Lieferketten effizienter gestalten zu können.
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Rolle von Zwischenhändlern reduzieren
Die Neuorganisation sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen. „Aldi will das Geschäft direkt mit großen Erzeugern ausbauen“, zitiert das Fachblatt einen Insider. Dabei gehe es nicht nur um bessere Einkaufskonditionen, sondern auch um eine höhere Verfügbarkeit der Waren und mehr Sicherheit in der Lieferkette. Aldi selbst spricht von engeren direkten Beziehungen zu Produzenten und einem stärkeren Fokus auf langfristige Partnerschaften. Die Rolle von Zwischenhändlern soll dabei möglichst reduziert werden.
Bereits vor einigen Jahren hatte Aldi zentrale Einkaufsaufgaben von den einzelnen Ländern nach Salzburg verlagert. Nun folgt mit dem Importgeschäft von Obst und Gemüse der nächste Schritt. Die Warengruppe besitzt für den Discounter eine hohe strategische Bedeutung.
Wichtiger Umsatz- und Wachstumstreiber
Branchenkenner schätzen den Umsatzanteil von Obst und Gemüse auf rund 15 Prozent. Damit zählt die Warengruppe zu den wichtigsten Sortimenten des Unternehmens. Aldi nutzt sie eigenen Angaben nach, „um Kunden von Preis-Leistungs-Verhältnis und Qualität zu überzeugen“. Zudem gilt sie als wichtiger Wachstumstreiber und bringt besonders viele Kunden in die Filialen.












