Spanische Justiz winkt ab
Ermittlungen im Fall Fernandes: Warum Potsdam übernimmt
14.04.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Potsdam übernimmt den Fall Fernandes gegen Ulmen – wegen möglicher Tatorte im Bezirk. Ob auch die Mallorca-Anzeige folgt, ist noch offen.
Die Akten der Staatsanwaltschaft Itzehoe werden nun in Brandenburg geprüft, ob sich ein Anfangsverdacht begründen lässt. Möglicherweise bedürfe es weiterer Unterlagen oder Auskünfte von Fernandes, so die Sprecherin.
Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow von der Staatsanwaltschaft Itzehoe hatte die Abgabe des Falls am Freitag begründet. Durch die Prüfung der vorgeworfenen Handlungen hätten sich Hinweise auf mögliche Tatorte im Bezirk Potsdam ergeben, sagte er. Nähere Angaben machte er nicht.
Fernandes und Ulmen hatten gemeinsam in Potsdam gelebt und waren 2023 nach Mallorca gezogen.
Fernandes wirft ihrem Ex-Partner, dem Schauspieler Christian Ulmen, vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Über die Vorwürfe hatte zuerst der „Spiegel“ berichtet. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die „initiale Berichterstattung“ des „Spiegel“ gerichtliche Schritte einzuleiten.
Die spanische Justiz hatte bekanntgegeben, den Fall an Deutschland abzugeben. Die zuständige Richterin in Palma habe diese Entscheidung getroffen, teilte die Justizsprecherin in Spanien mit. Ob Potsdam auch die Strafanzeige wegen der Mallorca-Vorgänge übernimmt, sei noch nicht bekannt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam.
