Routen gestrichen

Kreuzfahrt-Plan platzt: Tui schickt neues Schiff nach Hamburg


14.04.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Schiff von Tui Cruises: Die Hamburger Reederei ändert wegen der Lage im Nahen Osten ihren Fahrplan. (Quelle: Jürgen Ritter/imago-images-bilder)

Tui Cruises streicht ihre Orient-Reisen komplett. Wegen der Krise im Nahen Osten fährt ein neues Schiff nun im Winter ab Hamburg. Urlauber müssen umplanen.

Die Hamburger Reederei Tui Cruises hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten Kreuzfahrten in den Orient gestrichen. Besonders betroffen ist der Neubau „Mein Schiff Flow“, der im Winter 2026/27 statt in der Golfregion nun von Hamburg und Kiel aus in Nordeuropa unterwegs sein soll, wie unter anderem das Branchenportal „fvw.de“ berichtet.

Die Änderungen betreffen den Zeitraum von Oktober 2026 bis Mai 2027. In dieser Zeit sollten ursprünglich Reisen in den Orient stattfinden, die jetzt komplett entfallen, wie das Portal „Schiffe und Kreuzfahrten“ berichtet. Stattdessen plant die Reederei Routen unter anderem in die Ostsee, nach Norwegen und Westeuropa sowie längere Reisen bis zu den Kanarischen Inseln.

Hintergrund ist die anhaltende Sicherheitslage in der Golfregion. Mehrere Schiffe der Flotte können derzeit nicht wie vorgesehen eingesetzt werden. So liegen die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ weiterhin im Persischen Golf, Reisen mussten bereits abgesagt werden, wie Tui Cruises selbst mitteilt. Das Unternehmen betont, die Sicherheit von Crew und Gästen habe oberste Priorität.

Für betroffene Kunden sollen Alternativen angeboten werden. Gäste könnten ihre Reisen umbuchen oder auf neue Routen ausweichen. Die neuen Fahrten der „Mein Schiff Flow“ sollen ab Ende April buchbar sein, berichtet „Schiffe und Kreuzfahrten“.

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Die Auswirkungen sind bereits konkret spürbar: Eine geplante Event-Reise, die sogenannte Tattoo Cruise im Mai 2026, wurde abgesagt. Gänzlich ausfallen soll sie aber nicht. Ein Ersatztermin ist für April 2027 geplant, wie der Veranstalter auf Instagram mitteilte. Die Entscheidung sei „unglaublich traurig“, heißt es dort.

Tui Cruises ist mit dem Kurswechsel nicht allein: Auch andere große Reedereien reagieren auf die Lage im Nahen Osten. So haben beispielsweise Aida, MSC oder Costa ihre Orient-Routen für die Wintersaison gestrichen und ihre Schiffe in andere Fahrtgebiete verlegt.

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