Bluttat in Stade

Bericht: Zwei weitere Verdächtige im Visier der Ermittler

03.07.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Kerzen brennen nach einer Andacht für die Verstorbenen in Stade: In einer Jugendeinrichtung in Stade waren am 29. Juni mehrere Menschen durch Schüsse gestorben. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-bilder)

Bei einem Angriff auf eine Jugendhilfeeinrichtung in Stade sterben sechs Menschen. Nun weitet die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen aus.

Nach der Bluttat in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ermittelt die Staatsanwaltschaft nun laut einem Medienbericht gegen drei Tatverdächtige. Wie die „Bild“ berichtet, richtet sich der Mordverdacht neben dem bereits in Untersuchungshaft sitzenden 45-jährigen Schützen auch gegen die Mutter und die Patentante seines drei Monate alten Kindes.

Die Staatsanwaltschaft Stade wird von der „Bild“ mit den Worten zitiert: „Das Ermittlungsverfahren wird gegen alle drei Tatverdächtigen wegen des Tatvorwurfs des Mordes geführt.“ Weiter heißt es: „Ob und welcher Tatvorwurf angeklagt wird, kann erst nach Abschluss der Ermittlungen entschieden werden.“ Die mutmaßliche Tatbeteiligung der beiden Frauen sowie die konkreten Abläufe und Hintergründe seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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45-Jähriger soll sechs Menschen erschossen haben

Die Tat hatte sich am Montag in einer Jugendhilfeeinrichtung ereignet. Der 45-Jährige soll dort während eines Hilfeplangesprächs jeweils drei Mitarbeitende der Einrichtung sowie des Jugendamts der Region Hannover erschossen haben. Der Verdächtige flüchtete in einem Auto, wurde aber von der Polizei gestoppt und festgenommen. Am Mittwoch kam er in Untersuchungshaft. Wie die „Bild“ nun berichtete, soll die 64-jährige Patentante den Fluchtwagen gefahren haben.

Hintergrund der Bluttat war nach ersten Erkenntnissen offenbar ein Sorgerechtsstreit. In der Jugendhilfeeinrichtung waren die drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht.

Der Verdächtige soll Berichten zufolge sein Kind geschüttelt und dadurch gefährdet haben. Ein Arzt stellte demnach entsprechende Verletzungen bei dem Baby fest. Der 45-Jährige aus Garbsen in der Region Hannover und die Kindsmutter waren demnach getrennt. Dem Magazin zufolge gab es einen Streit um das Sorgerecht, in dem ein Gericht im April und Mai zwei Mal entschied.

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