Mehr als ein ästhetisches Problem

Was fehlende Zähne mit Kopfschmerzen zu tun haben

Aktualisiert am 14.04.2026 – 12:40 UhrLesedauer: 1 Min.

Die meisten Erwachsenen haben 32 Zähne. Wer weniger hat, ist oft von Hypodontie betroffen. (Quelle: AndreyPopov via www.imago-images.de/imago)

32 Zähne sollte ein erwachsener Mensch haben. Einige jedoch haben genetisch bedingt weniger Zähne. Welche Folgen hat das?

Eine Zahnlücke, nicht wegen eines Unfalls, sondern weil dort einfach kein Zahn angelegt ist – dafür gibt es einen Fachbegriff: Hypodontie.

Zu wenig Zähne seien oft mehr als ein ästhetisches Problem, sagt Jochen H. Schmidt, zahnärztlicher Leiter des Carree Dental in Köln. Denn durch die Hypodontie belaste man den Kieferknochen möglicherweise falsch, wodurch er sich schneller abbauen kann.

„Zudem verursachen Zahnlücken nicht selten Kopfschmerzen, da die Kau- und Nackenmuskulatur verspannt“, so Schmidt. Auch Schwierigkeiten beim Zerkleinern von Nahrung und bei der Aussprache können auf Hypodontie zurückgehen.

Um diese Probleme zu umgehen, kann die Zahnlücke durch Implantate oder eine festsitzende Brücke geschlossen werden. Dazu raten Zahnärztinnen und Zahnärzte vor allem dann, wenn die Schneidezähne betroffen sind.

In einem Fall braucht es laut Schmidt in aller Regel keinerlei Behandlung – wenn die Weisheitszähne fehlen. Das ist übrigens der häufigste Fall der Hypodontie.

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