
Auch Goldwert steigt
Börsenboom nach Machtwechsel in Venezuela: US-Ölkonzerne legen zu
05.01.2026 – 12:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Börse bewertet den erzwungenen Abgang Maduros in Venezuela. Vor allem Aktien von US-Ölunternehmen ziehen an. Auch Gold legt zu. Ausländische Firmen hoffen auf Maduros Nachfolgerin Rodríguez.
Die US-Aktienmärkte reagieren auf den Sturz von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro. Vor allem die Aktien von US-Ölunternehmen legten kräftig zu. So stieg der Kurs von Chevron um mehr als sechs Prozent zu, während Exxon Mobil zunächst um mehr als drei Prozent zulegte. Zulieferer wie Halliburton und ConocoPhillips gewannen jeweils rund sieben Prozent.
Auch Edelmetalle legten kräftig zu. So stieg der Preis für eine Feinunze Gold um gut zwei Prozent auf 4.424 Dollar. Silber legte um 3,9 Prozent zu. Neben der Hoffnung der Ausbeutung auf Vorkommen in Venezuela treibt nach Ansicht von Börsenbeobachtern auch die Bedeutung von Gold und Silber als sicherer Hafen in Krisenzeiten den Kursanstieg an.
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte Maduro in einer Militäraktion in Venezuela festgesetzt und in die USA ausgeflogen. Dort soll Maduro am Montag vor der US-Justiz angehört werden.
Die USA halten Maduro „Drogenterrorismus“ vor. Die US-Regierung äußerte sich aber auch kritisch über die Enteignung von US-Förderanlagen in Venezuela. Trump erklärte nach Maduros Sturz: „Unsere größten US-amerikanischen Ölkonzerne, die größten der Welt, werden Milliarden von Dollar investieren, die marode Infrastruktur sanieren und dem Land Geld einbringen.“
Rodríguez war zuvor Volksministerin für Finanzen und Energie in Caracas. Sie war in den USA im Vorjahr aufgefallen, als sie in Verhandlungen mit ausländischen Öl-Konzernen äußerst pragmatisch aufgetreten war. Auch der US-Konzern Chevron war laut Medienberichten überrascht von Rodríguez‘ Liste.











