Wetterversicherung
Airbnb bietet bis zu 1.000 Euro bei Regen
19.10.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Schlechtes Wetter kann die Urlaubskasse aufbessern – zumindest wenn man die entsprechende Versicherung hat. Airbnb startet nun mit einem neuen Angebot.
Schlechtes Wetter kann einem den Urlaub verhageln. Der Zimmervermittler Airbnb bietet regenempfindlichen Reisenden nun eine kostenpflichtige Zusatzversicherung an, mit der diese sich gegen Regentage absichern können. „Airbnb Wetterschutz“ heißt das neue Angebot, hinter dem der amerikanische Versicherer Chubb steckt.
Das Grundprinzip ist schnell erklärt: Regnet es während der Reise am Standort der gebuchten Wohnung oder des gebuchten Zimmers, zahlt die Versicherung je nach Vertrag eine Summe zwischen 50 und 1.000 Euro pro Tag. Der Abschluss ist bis spätestens sieben Tage vor dem Check-in möglich, und zwar für bestätigte Aufenthalte von weniger als 30 Tagen.
Allerdings ist der „Wetterschutz“ nicht für alle Urlaubsorte möglich. Die Buchung müsse „die entsprechenden Voraussetzungen“ erfüllen, schreibt Airbnb auf seiner Seite. Nur dann bekommen Reisende den zusätzlichen Versicherungsschutz angeboten. Wie diese Voraussetzungen genau aussehen, bleibt unklar. Der Schutz gilt sowohl für Reisen in Deutschland als auch im Ausland. Reisen in die USA und andere Gebiete sind jedoch ausgeschlossen.
Wie viel es regnen muss
Für eine Auszahlung müssen am Ort des Ferienhauses beziehungsweise des gebuchten Zimmers an den versicherten Tagen zwischen 8 und 20 Uhr Ortszeit mindestens 1,5 Millimeter Regen pro Stunde fallen. Zusätzlich gilt eine Mindestanzahl an Stunden, in denen der Regen fallen muss. Deren Zahl kann unterschiedlich ausfallen und ist im jeweiligen Versicherungsschein festgeschrieben. Ein kurzer Wolkenbruch reicht folglich nicht. Maßgeblich ist zudem der Standort des Ferienhauses. Wer Ausflüge – beispielsweise an den Strand – macht, erhält keine Entschädigung, wenn es nur dort regnet.
- Regenversicherung: Wenn es regnet, klingelt die Kasse
Zudem greift der Versicherungsschutz ausschließlich bei Regen. Andere Niederschläge, wie Schnee oder Graupel, sind ausgeschlossen.
Beim „Wetterschutz“ handelt es sich um eine sogenannte parametrische Versicherung. Das heißt: Die Versicherung wertet selbstständig die Wetterdaten aus. Vor der ersten Auszahlung müssen Versicherte ihre Bankverbindung angeben und gegebenenfalls ihre Identität bestätigen. Werden die entsprechenden Niederschlagsmengen erreicht, erfolgen die Auszahlungen automatisch.
Mehrere Anbieter in Deutschland
Vollkommen neu sind Wetterversicherungen hierzulande nicht. Mehrere Anbieter haben ähnliche Produkte am Markt, deren Schutz teils weiter gefasst oder an geringere Voraussetzungen geknüpft ist. Grundsätzlich sollten sich Reisende jedoch vor dem Abschluss einer solchen Versicherung fragen, ob der entsprechende Schutz für sie wirklich notwendig ist.










