
Wohnungsmarkt
Airbnb-Chefin kontert Vorwürfe zu steigenden Mieten
25.11.2025 – 02:25 UhrLesedauer: 1 Min.
Airbnb treibt die Mieten in Berlin hoch – so der Vorwurf vieler Kritiker. Die Deutschlandchefin widerspricht vehement.
Airbnb trägt Mitschuld an den explodierenden Mieten in Berlin – so lautet ein häufiger Vorwurf von Mieterschützern und Teilen der Politik. Die Deutschlandchefin des Unternehmens weist das nun entschieden zurück. „Davon zu sprechen, Airbnb ließe die Mieten ansteigen, ist schlicht abenteuerlich“, sagte Kathrin Anselm der Funke Mediengruppe.
Die Managerin beruft sich auf Zahlen des Fraunhofer-Instituts: Demnach machten Airbnb-Wohnungen in Berlin nur rund 0,3 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes aus. Noch geringer sei der Anteil der Dauervermieter: „Lediglich 0,07 Prozent vermieten mehr als 90 Tage“, so Anselm. Rund 80 Prozent der Anbieter seien Home-Sharer, die ihre eigene Wohnung gelegentlich vermieteten. „Diese Praxis entzieht dem Markt keine Wohnungen.“
Eine DIW-Studie, die einen Zusammenhang zwischen Airbnb und steigenden Mieten nahelegt, zieht Anselm in Zweifel. Diese basiere auf „fehlerhaften Scraping-Daten und einer unpräzisen Methodik“. Als Gegenbeispiel nennt sie Barcelona: Dort sei das Airbnb-Angebot zwischen 2018 und 2024 um ein Viertel gesunken – die Mieten seien trotzdem um 40 Prozent gestiegen.
Die öffentliche Aufmerksamkeit liege aus ihrer Sicht „auf dem falschen Thema“. Es sei einfacher, Kurzzeitvermietung zu regulieren, als sich um Wohnraumschaffung und Leerstandsbekämpfung zu kümmern. Ihre Kernbotschaft: „Wohnraum wird nicht geschaffen, indem man Kurzzeitvermietung verbietet.“









