Mitten auf Einkaufsstraße
AfD-Stand in der Kölner Innenstadt löst spontane Proteste aus
11.10.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kölner AfD hat am Samstag in der Innenstadt an einem Stand über die Partei informiert. Schon nach kurzer Zeit positionierten sich Gegner in der Schildergasse.
Dutzende Menschen haben am Samstagnachmittag gegen einen Infostand der AfD in der Kölner Innenstadt demonstriert. Die in Teilen von Deutschland als rechtsextrem eingestufte Partei hatte am Samstag in der Schildergasse einen Bereich mit einem Regenschirm in Parteifarben sowie einem Tisch aufgebaut. Schon kurz darauf sammelten sich Menschen in der Einkaufsstraße, um gegen den Stand zu demonstrieren.
Während an dem AfD-Stand nur vereinzelt Menschen standen, sammelten sich gegenüber ein deutlich mehr Menschen, die unter anderem Fahnen mit der Aufschrift „Kein Veedel für Rassismus“ dabei hatten. Auch Plakate mit der Aufschrift „Kein Mensch ist illegal“ waren zu sehen. Zu größerem Auseinandersetzungen kam es allerdings nach ersten Erkenntnissen nicht.
AfD stellt Stand mitten in Köln auf – Gegendemonstration
Auch Moderatorin Jeannine Michaelsen war am Samstag in der Kölner Innenstadt unterwegs. Sie teilte ein Video auf Instagram und kritisierte den AfD-Stand deutlich: „Ich muss mit großer Bestürzung feststellen, dass ein Infostand der AfD einfach so mitten in der Kölner Innenstadt steht.“ Sie habe sich zunächst gefragt, warum niemand etwas dagegen sagt, dann aber die Gegendemonstranten entdeckt.
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„Ich liebe meine Heimatstadt Köln. Ich halte uns für eine der buntesten und weltoffensten Städte der Welt. Und Menschen in der Kölner Innenstadt stellen sich gegen die AfD. Spontan. Sie bleiben stehen, nehmen sich Banner und stellen sich ihnen gegenüber“, erklärte Michaelsen weiter. Sie forderte in ihrem Post umgehend ein AfD-Prüfverfahren.
AfD-Infostand in Köln laut Stadtordnung nicht verboten
Auch die AfD teilte auf ihren Social-Media-Kanälen Eindrücke von dem Wahlkampfstand, in einigen Beiträgen echauffierten sich Parteimitglieder über die Gegendemonstranten.
Informationsstände von Parteien sind auch außerhalb von Wahlkämpfen erlaubt, sofern sie entsprechend angemeldet wurden. In Köln gilt dafür laut städtischen Vorgaben eine Anmeldefrist von zwei Wochen vor der Veranstaltung. Eine abschließende Entscheidung fällt die Verwaltung.












