
Sie besucht aber seine Veranstaltung
AfD-Abgeordnete sagt Veranstaltung mit Martin Sellner ab
16.01.2026 – 19:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Rechtsextremist Martin Sellner sollte mit AfD-Politikern in Brandenburg auftreten. Dann intervenierte die AfD-Spitze – doch es gibt einen neuen Termin.
„Ich habe eine wichtige Information bezüglich der Veranstaltung am 22.01.2026 in Luckenwalde. Diese ist hiermit abgesagt“, schrieb Kotré auf X. „Ich wurde jedoch zwischenzeitlich von Martin Sellner auf seine eigene Veranstaltung in Süd-Brandenburg eingeladen“, schrieb die AfD-Politikerin weiter. Die Veranstaltung findet zufällig am selben Tag statt, schrieb Kotré. „Wer sich also für meine Veranstaltung Zeit frei genommen hat, hat hier direkt eine Möglichkeit, sowohl mich als auch Herrn Sellner persönlich kennenzulernen.“
Sellner schrieb auf X, der genaue Ort sei noch unklar. Kotré ist auf einem Bild zu der Veranstaltung mit ihm gemeinsam abgebildet.
Kotré hatte bei X für den 22. Januar einen Vortrag mit dem Titel „Remigration in Theorie und Praxis“ in Luckenwalde in Brandenburg mit Sellner angekündigt. Als Teilnehmer waren sie selbst und ihr Mann, der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré, aufgeführt.
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie Brandenburgs AfD-Landeschef René Springer forderten, den Termin zu stoppen. Der Verfassungsschutz stuft die Identitäre Bewegung als rechtsextremistisch ein. Sellner ist der frühere Kopf der Identitären Bewegung in Österreich.
Die gemeinnützige Rechercheplattform „Correctiv“ hatte 2024 über ein Treffen rechter Kreise in Potsdam berichtet. In die Schlagzeilen geriet das Treffen unter anderem wegen des Begriffs „Remigration“, den Sellner nach eigenen Angaben in Potsdam verwendet hatte. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang.










