Eilmeldung
Merz will Ilse Aigner als Bundespräsidentin vorschlagen
Aktualisiert am 08.11.2026 – 20:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Friedrich Merz kündigt einen Personalvorschlag für das höchste Staatsamt an. In den CDU-Gremien soll morgen Ilse Aigner dafür ins Rennen gehen.
Der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat im Rahmen eines Abendessens mit dem Parteipräsidium angekündigt, den Gremien morgen Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin vorzuschlagen. Das teilte eine CDU-Sprecherin am Sonntagabend t-online mit.
Der Schritt gilt nicht mehr als Überraschung, weil sich in den vergangenen Tagen die Meldungen verdichteten, dass sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD bereits auf die CSU-Politikerin verständigt hätten. Merz hatte dies aber nie bestätigen wollen, weil er zuvor mit den CDU-Gremien sprechen wollte. Der Kanzler hatte sich bereits am vergangenen Montag für eine Frau ausgesprochen – ohne einen Namen zu nennen.
Der Kanzler will nun auch die Grünen noch mit ins Boot holen, die ebenfalls bereits Sympathie für Aigner signalisiert haben. Ziel des Kanzlers ist es, Aigner als „Kandidatin der Mitte“ in Abgrenzung zu den politischen Rändern – sprich zur AfD und zur Linken – aufzustellen.
Die Zustimmung aller drei Koalitionspartner gilt als sicher. Aigner soll sich am Montag in der regulären Sitzung von CDU-Präsidium und -Bundevorstand vorstellen. Nach einem gemeinsamen Statement reisen Merz und Aigner dann nach München für den Festakt zum 20. Jahrestag der Hauptsynagoge, wo sie auch auf CSU-Chef Markus Söder treffen.
Merz und Aigner sind seit 25 Jahren befreundet
Die AfD will einen eigenen Kandidaten aufstellen, einen Mann „aus der Mitte der Gesellschaft“, wie es aus der Partei heißt. Er gilt wegen der klaren Mehrheitsverhältnisse aber als chancenlos. Die Linke hat sich noch nicht für oder gegen eine eigene Kandidatur entschieden.
Söder hatte Aigner bereits im April als Kandidatin für die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier ins Spiel gebracht. Merz hatte sich lange Zeit weder öffentlich noch hinter verschlossenen Türen innerhalb der Union dazu positioniert. Bereits im August gab es aber ein persönliches Treffen mit ihr am Tegernsee, bei dem über die P-Frage gesprochen wurde. Merz hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht auf sie festgelegt.

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Merz und Aigner kennen sich bereits seit 1998 und sind nach Angaben aus dem Umfeld des Kanzlers seit 25 Jahren „auch privat eng befreundet“. Merz hat in ihrem Wahlkreis am Tegernsee sein Ferienhaus. Dort sehen sie sich regelmäßig, haben einen gemeinsamen Freundeskreis.











