„Ist nicht übertrieben“
Funktionär fordert Hinrichtung von Profi
06.11.2026 – 16:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Er entscheidet sich gegen die Nationalmannschaft. Ein Funktionär will ihn deshalb mit der härtesten Strafe belegen.
Der Fußballprofi Montader Madjed hat der irakischen Nationalmannschaft für die bevorstehende Länderspielpause abgesagt und erzürnte damit ein Vorstandsmitglied des irakischen Vereins Al-Shorta. „Wer den Namen meines Landes nicht respektiert, den lasse ich hinrichten“, sagte Adi al-Rubaie beim Fernsehsender Dijlah. Auf die Nachfrage, ob das nicht eine übertriebene Reaktion sei, antwortete der Funktionär: „Nein, sie ist nicht übertrieben.“
Der irakische Fußballverband verurteilte die Aussage scharf. Sprecher Ahmed Al-Falluji sagte laut dem schwedischen Portal Swed24: „Das ist abscheulich, und gegen die Person, die diese Aussage gemacht hat, müssen rechtliche Schritte eingeleitet werden.“ Madjed und sein Verein Hammarby IF äußerten sich bislang nicht.
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Der Stürmer entschied sich 2023, für den Irak aufzulaufen. Der 21-Jährige besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft, war in der Jugend schwedischer Nationalspieler und steht seit 2022 beim Stockholmer Klub Hammarby unter Vertrag. Seine Absage für die bevorstehende Länderspielphase warf Rätsel auf.
„Ich bin mit dem Irak in einer schwierigen Situation und noch ist nicht alles geklärt. Im Moment habe ich dazu nichts zu sagen“, erklärte er im Interview mit dem schwedischen „Fotbollskanalen“.
Video verhindert womöglich WM-Teilnahme
Madjeds Beziehung zur irakischen Nationalmannschaft war zuletzt angespannt. Anfang des Jahres war ein Video in den sozialen Medien aufgetaucht, in dem sich Bekannte von ihm über das Nationalteam lustig machten. „Ich habe ein paar Fehler gemacht“, sagte Madjed später beim schwedischen Sender SVT. Dass er daraufhin aber nicht für den WM-Kader berücksichtigt wurde, verstand der junge Spieler nicht.
„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich nicht dabei war. Ich kenne meine Qualitäten und tief in meinem Inneren weiß ich, dass ich in diese Nationalmannschaft gehöre“, sagte er. Warum er nun fehlt, bleibt vorerst unklar.












