Auszeichnung für Journalisten
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Hayali und Tacke
06.11.2026 – 02:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis geht in diesem Jahr auch an eine Journalistin, die oft Shitstorms ertragen muss. Sie teilt sich den Preis mit einer Juristin, ebenfalls aus dem ZDF.
In Hamburg sind die ZDF-Journalistinnen Dunja Hayali und Sarah Tacke mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für kritischen Fernsehjournalismus ausgezeichnet worden. Beide teilen sich die Auszeichnung, die seit 1995 an unabhängige Journalistinnen und Journalisten vergeben wird.
Hayali, Moderatorin des „heute journals“ und des „Morgenmagazins“, wurde dafür gewürdigt, dass sie ein mutiges, erfolgreiches und zeitgemäßes Modell gefunden habe, um die Ergebnisse ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen. Seit mehr als einem Jahrzehnt stehe sie aufrecht in der nie endenden Serie von „Shitstorms“, die über sie hereinbrechen – voller Hass und Gewaltfantasien.
NDR-Redaktion „Zapp“ und Journalist Manuel Biallas ausgezeichnet
Tacke, promovierte Juristin und Leiterin der ZDF-Redaktion Recht und Justiz, erhielt die Auszeichnung für ihren Beitrag zu Wahrheit und Klarheit im demokratischen Diskurs. Zuschauer spürten Kompetenz und Objektivität, wenn Tacke in den ZDF-Magazinsendungen und im „heute-journal“ die Rechtslage erkläre. Ihre Arbeit sei politischer, aber nicht politisierender Journalismus.
Neben den beiden ZDF-Journalistinnen wurden auch die NDR-Redaktion „Zapp“ sowie der NDR-Journalist Manuel Biallas ausgezeichnet. „Zapp“ erhielt den Preis für die differenzierte und verständliche Einordnung kontroverser Medienthemen. Biallas wurde für verständliche Filme und Texte auf Augenhöhe mit seinen Protagonisten geehrt. Er befasst sich mit Themen wie Migration, sozialer Ungleichheit, Extremismus und Menschenrechten. Alle Ausgezeichneten hätten sich laut dem Verein besonders um die Meinungs- und Pressefreiheit verdient gemacht.
Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis trägt den Namen des Reporters und „Tagesthemen“-Moderators Hanns-Joachim Friedrichs, der im März 1995 starb. Von ihm stammt der viel zitierte Satz: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem Petra Gerster, Anne Will, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Marietta Slomka, Oliver Welke, Claus Kleber, Ina Ruck und Elmar Theveßen.












