Kosten für Gas und Strom steigen
Preisschock: Haushalten drohen enorme Mehrkosten
Aktualisiert am 04.11.2026 – 15:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Strom und Erdgas werden in Bremen und Bremerhaven zum Jahreswechsel deutlich teurer. Für Haushalte kommen Zusatzkosten von mehreren Hundert Euro im Jahr zusammen.
Auf viele Haushalte in Bremen und Bremerhaven kommen deutlich höhere Energiekosten zu: Der Versorger SWB erhöht zum 1. Januar 2027 die Preise für Strom und Erdgas, teilte er am Mittwoch mit. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden Strom und 18.000 Kilowattstunden Gas muss in der Grundversorgung künftig rechnerisch 560,88 Euro mehr pro Jahr bezahlen.
Besonders kräftig fällt der Anstieg beim Erdgas aus. Der Verbrauchspreis steigt um 2,46 Cent auf 14,46 Cent je Kilowattstunde. Zugleich erhöht SWB den monatlichen Grundpreis um 62 Cent auf 17,59 Euro. Bei einem Jahresverbrauch von 18.000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von 450,24 Euro. Die jährliche Gasrechnung steigt damit von 2.363,64 Euro auf 2.813,88 Euro – ein Plus von rund 19 Prozent.
Preisanstieg bei der SWB: Auch Strom wird deutlich teurer
Beim Strom erhöht SWB den Verbrauchspreis um 5,52 Cent auf 35,37 Cent je Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis steigt dagegen nur geringfügig um zwei Cent auf 11,59 Euro.
Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden zahlt dadurch künftig 846,48 Euro statt bisher 735,84 Euro. Das sind 110,64 Euro mehr im Jahr, ein Anstieg um rund 15 Prozent. Zusammen mit den höheren Gaskosten ergibt sich für den Beispielhaushalt eine zusätzliche Belastung von knapp 47 Euro im Monat.
Der Energieversorger begründet die Preissteigerungen mit den Entwicklungen an den Energiebörsen. Wegen der geopolitischen Lage seien die Beschaffungskosten gestiegen. Hinzu kämen höhere Netzentgelte für Strom und Gas sowie zusätzliche Belastungen durch Steuern, Abgaben und Umlagen beim Strom.
Konflikt im Nahen Osten lässt Kosten explodieren
„Die Preiserhöhungen machen deutlich, wie eng die Großhandelspreise, und damit unsere Beschaffungskosten, mit den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten verknüpft sind“, erklärt Alexander Kmita, Geschäftsführer von SWB Vertrieb.
Trotz der Erhöhungen gehe das Unternehmen davon aus, auch künftig zu den günstigeren Anbietern zu gehören. Die aktuellen Preise seien nach Angaben von SWB im Vergleich zu anderen Anbietern in Bremen und Bremerhaven niedrig.
Welche Mehrkosten tatsächlich entstehen, hängt vom jeweiligen Verbrauch und Tarif ab. Die genannten Beispielrechnungen beziehen sich auf die Grundversorgung. Ab Anfang November will SWB seine Kundinnen und Kunden schriftlich über die Preisänderungen informieren.











