Erkrankter Bayern-Trainer Kompany
Ex-Kanzlerin Merkel fühlt sich an sich selbst erinnert
30.10.2026 – 17:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Bayern-Trainer Vincent Kompany liegt nach einem Zusammenbruch flach. Altkanzlerin Angela Merkel richtet ihm Genesungswünsche aus – und zieht dabei einen überraschenden Vergleich.
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu dem Zusammenbruch von Vincent Kompany geäußert und dem Cheftrainer des FC Bayern Genesungswünsche ausgerichtet. In der MagentaTV-Sendung „Bestbesetzung“ zog die 72-Jährige dabei eine Parallele zu eigenen körperlichen Warnsignalen aus dem Jahr 2019.
Kompany war vor einer Woche auf dem Trainingsgelände des FC Bayern zusammengebrochen und ins Krankenhaus gebracht worden. Der 40-jährige Belgier leidet an einer Hirnhautreizung. Er ist inzwischen aus der Klinik entlassen worden, eine Rückkehr an die Seitenlinie steht aber noch aus.
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In der Sendung mit Moderator Johannes B. Kerner äußerte sich Merkel erstmals öffentlich zu dem Vorfall: „Erstmal hat es mir unheimlich leidgetan. Ich wünsche ihm natürlich die schnellste Besserung. Aber auch ein Umfeld, wo er sich wirklich Zeit nehmen kann.“
Merkel sieht Parallelen zu Kompany
Merkel erinnerte dabei an eigene Erfahrungen. Im Sommer 2019 war sie bei mehreren offiziellen Empfängen mit Zitterepisoden aufgefallen. In der Sendung sagte sie: „So ist es ja auch bei mir gewesen. Als ich damals 2019 gezittert habe, bei militärischen Ehren, wo sich auch so Spannung entladen hat, wahrscheinlich durch den Tod meiner Mutter oder auch die Tatsache, dass ich wusste, ich werde aufhören, da setzt der Körper dann einfach Zeichen und das ist ja menschlich etwas sehr, sehr Gutes.“

Über den Bayern-Trainer sagte sie: „Mit Zeit-Brauchen kenne ich mich auch ein bisschen aus. Ich schätze die Arbeit von Vincent Kompany unglaublich. Auch seine klare Haltung, was Diskriminierung und vieles anbelangt.“ Und weiter: „Ich kann mir vorstellen, wenn ich Fußballspieler oder -spielerin wäre, so eine Art Trainer möchte man gerne haben.“
„Klopp hat mir aus dem Herzen gesprochen“
Merkel sprach in der Sendung auch über die deutsche Nationalmannschaft. Das WM-Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay habe sie „ein bisschen enttäuscht, fast ein bisschen wütend gemacht, dass plötzlich keiner mehr Elfmeter schießen wollte“. Den entscheidenden Elfmeter hatte Abwehrspieler Jonathan Tah verschossen, der normalerweise nicht unbedingt als Schütze vorgesehen ist.
Das Vorgehen des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp, der Julian Nagelsmann nach dem WM-Aus als Nationalcoach abgelöst hat, bewertete Merkel positiver. Sie habe es methodisch „unglaublich interessant“ gefunden, 44 Spieler zu sichten, ohne auf das Abschneiden in der Nations League zu achten.
Klopps Aussage von seiner ersten Pressekonferenz als Bundestrainer – „Ich würde uns gerne die Fahne zurückholen“ – kommentierte Merkel so: „Mir hat Jürgen Klopp dahingehend aus dem Herzen gesprochen, dass er einfach sagt: Diese Fahne gehört uns allen.“











