Amtliche Warnungen
Sturm geht in Unwetter über – hier gilt jetzt die höchste Warnstufe
Aktualisiert am 24.10.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Der erste Herbststurm des Jahres ist über Deutschland hinweggefegt. Es folgt eine kurze Beruhigung, doch dann verschärft sich die Wetterlage erneut. Der Sturm intensiviert sich.
Das Sturmtief, das am vergangenen Freitag für chaotische Zustände gesorgt hat, zieht am Samstag ab. Doch das Wetter lässt Deutschland kaum aufatmen. Das Tief verlagert sich von Nordfriesland Richtung Skagerrak und schwächt sich ab, aber die Wetterberuhigung hält nicht lange an. Schon bald treffen die Ausläufer eines weiteren Tiefs in Deutschland ein.
Am Samstag weht zunächst ein stark böiger Wind, so die Prognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD). Im Flachland sind Böen der Windstärke 7 oder 8 möglich – das entspricht einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. An der Nordsee und in exponierten Hochlagen sind Sturmböen der Stärke 9 (85 km/h) zu erwarten. Auf dem Brocken kann der Wind noch stärker werden.
- Es steht nur noch der Sockel: Windrad stürzt bei Sturm um
Schwerer Sturm und Gewitter bestimmen Wetter in Deutschland
Am Nachmittag und Abend kommt über der Deutschen Bucht und dem Küstenumfeld Gewittergefahr hinzu. Diese Gewitter bringen Sturmböen der Stärke 8 bis 9, vereinzelt sogar 10 – das entspricht einem schweren Sturm. Wer am Samstagvormittag in den Alpen unterwegs ist, hat Chancen auf Schnee: Oberhalb von 1.200 bis 1.500 Metern kann es schneien.
Fast in ganz Deutschland gelten am Samstag amtliche Warnungen des DWD. Rund 345 Kreise und kreisfreie Städte sind betroffen (Stand 15.40 Uhr). Nur der äußerste Südosten bleibt von dem Sturm verschont. Im Südwesten hat der DWD hingegen die höchste Unwetterwarnung ausgerufen. Dort wird in Lagen über 800 Meter vor ergiebigem Dauerregen gewarnt. Dabei werden bis Sonntagabend Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter erwartet, in Staulagen sogar um 80 Liter Pro Quadratmeter. Betroffen sind vorwiegend die Regionen um Freudenstadt und Freiburg.

An der Nordseeküste warnt der DWD derweil vor einem Orkan. Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 110 Kilometer pro Stunde. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen um 120 Kilometer pro Stunde gerechnet werden, so die Warnung des Wetterdiensts.
In der Nacht eskaliert der Sturm
Ab der Nacht zum Sonntag verschärft sich die Wetterlage erneut deutlich. Mit Einbruch der Dunkelheit zieht die nächste Front von Westen auf. Der Wind dreht auf Süd bis Südwest und nimmt an Stärke wieder zu. In den Bergen wird es gefährlich: Je nach Höhenlage tobt dort der Sturm mit einer Windstärke von 9 bis 12 auf der Beaufort-Skala. Das entspricht der Stärke eines Orkans mit mindestens 118 Kilometern pro Stunde.








