Kuriosum bei Tischtennis-EM
„Sie könnte meine Mama sein – und fast schon meine Oma“
15.10.2026 – 21:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Die deutsche Meisterin und Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann steht vor einer besonderen Aufgabe. Im Achtelfinale der Europameisterschaft wartet eine Weltmeisterin aus einem anderen Jahrtausend.
Annett Kaufmann hat das Achtelfinale bei der Tischtennis-EM der Frauen in Slowenien überstanden. Am Freitag wartet eine ungewöhnliche Gegnerin auf sie: die 63-jährige Ni Xia Lian. Die Luxemburgerin ist die älteste Spielerin des Turniers und über 40 Jahre älter als ihre deutsche Widersacherin. Für Kaufmann ist das Spiel eine Besonderheit: „Es sind über 40 Jahre Altersunterschied. Sie könnte meine Mama sein – und fast schon meine Oma.“
Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Spielerinnen. Kaufmann rechnet sich trotzdem über die Länge des Spiels gute Chancen aus. „Ich versuche mal, über sieben Sätze zu spielen, damit ich da vielleicht einen Vorteil und die bessere Kondition habe“, sagte die Deutsche vor der Partie.
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Kaufmann möchte ihren drei Deutschen Meisterschaften und der Jugendweltmeisterschaft im Einzel die EM-Medaille hinzufügen. Ihre Gegnerin am Freitag gewann 1983, 23 Jahre vor der Geburt Kaufmanns, mit Luxemburg die Mannschafts-Weltmeisterschaft. 1998 und 2002 legte die Linkshänderin noch den Europameistertitel im Einzel nach.
Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 schrieb Ni Xia Lian Geschichte: Sie avancierte zur ältesten Teilnehmerin, die bei Olympia ein Match im Tischtennis für sich entschied. Ihr Ziel sind die Spiele 2028 in Los Angeles, die Luxemburgerin wäre dann 65 Jahre jung. Eine Teilnahme 2028 wäre gleichbedeutend mit ihren persönlichen siebten Olympischen Spielen. Damit würde Ni Xia Lian mit Ikonen des Tischtennis wie Timo Boll oder Jörgen Peerson gleichziehen.











