Opfer aus Frankfurt
„Bierkönig-Mord“: Mehr als 100 Hinweise nach „XY“-Sendung
14.10.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 1 Min.
Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt stammen einige aus dem engsten Umfeld. Ein Sprecher nennt „Loyalitätsverschiebungen“ und sieht „weitere Aussagebereitschaft“.
Im ungeklärten Mordfall um Manfred Meisel, den Gründer des „Bierkönigs“ auf Mallorca, sind seit der Ausstrahlung ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… International“ am vergangenen Mittwoch (7. Oktober) mehr als 100 Hinweise eingegangen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt mit. Darunter seien auch Hinweise aus dem engsten Umfeld.
Es gebe „Loyalitätsverschiebungen“, führte der Sprecher weiter aus. Zudem deute sich an, dass „weitere Aussagebereitschaft“ bestehe. Bereits in der Sendung hatte Stephanie Wossilus, Kriminalhauptkommissarin vom LKA Bayern, im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne von einem eingegangenen Hinweis berichtet, „bei dem die Kollegen etwas hellhörig geworden sind“.
Meisel wanderte aus Frankfurt nach Mallorca aus
Meisel, sein achtjähriger Sohn Patrick und die Tierpflegerin Claudia Leisten wurden in der Nacht zum 12. November 1997 auf Meisels Finca bei S’Aranjassa erschossen. Oberstaatsanwalt Dominik Mies von der Frankfurter Staatsanwaltschaft erklärte bei „Aktenzeichen XY“: „Das ganze wirkte wie eine gezielte Hinrichtung.“ Als mögliches Motiv gelten Rivalitäten um Meisels Vogelzucht. Auch Verbindungen zur organisierten Kriminalität seien denkbar.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist nach eigenen Angaben „seit der Tat parallel zu der spanischen Mordkommission mit den Ermittlungen betraut“. Der Grund: Meisel war deutscher Staatsbürger und vor seinem Wegzug nach Mallorca in Frankfurt am Main gemeldet. Dort führte er führte unter anderem die Apfelweinwirtschaft „Struwwelpeter“ in Sachsenhausen.











