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Home » Fördert der Konsum von Softdrinks das Risiko?
Gesundheit

Fördert der Konsum von Softdrinks das Risiko?

By zeit-heute.deOktober 11, 20263 Mins Read
Fördert der Konsum von Softdrinks das Risiko?
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Kritischer Konsum

Das könnte Millionen Menschen vor Diabetes schützen


Aktualisiert am 11.10.2026 – 08:11 UhrLesedauer: 3 Min.

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Getränkeregal: Welche Getränke wir konsumieren, hat einen großen Einfluss auf unser Diabetesrisiko. (Quelle: Moyo Studio/getty-images-bilder)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Cola, Limo, Energydrinks: Der Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks ist hoch. Ebenfalls hoch ist das damit verbundene Diabetesrisiko.

Süße Getränke sind für viele Menschen eine der Hauptquellen für zugesetzten Zucker. Nur wenigen ist bewusst, dass Softdrinks nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern langfristig auch das Diabetesrisiko in die Höhe treiben. Studien zeigen, dass der Verzicht auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 senken kann.

Studie zeigt Millionen Krankheitsfälle durch Softdrinks

So berechnete eine Forschungsgruppe der US-amerikanischen Tufts University die gesundheitlichen Folgen des Konsums zuckerhaltiger Getränke mit Blick auf Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Ergebnis, veröffentlicht im Fachblatt Nature Medicine: Weltweit 2,2 Millionen neue Fälle von Typ-2-Diabetes und 1,2 Millionen neue Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten 2020 auf den Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken zurückgehen. Den größten Anteil machte die Studie in Afrika südlich der Sahara, Lateinamerika und der Karibik aus.

Doch auch in Deutschland ist der Softdrink-Konsum nicht zu unterschätzen: Laut der Verbraucherorganisation Foodwatch waren die Deutschen etwa im Jahr 2023 mit ihrem Zuckerverbrauch über Softdrinks im europäischen Vergleich Spitzenreiter: Pro Tag nahmen sie im Schnitt 23 Gramm Zucker über Erfrischungsgetränke auf. Das entspricht fast acht Stückchen Würfelzucker – mehr Zucker, als über Süßigkeiten aufgenommen werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten zuckergesüßte Getränke als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Typ-2-Diabetes. Doch was genau macht zuckerhaltige Softdrinks so riskant für unsere Gesundheit?

Warum Softdrinks so ungesund sind

Zuckerhaltige Softdrinks wie Cola, Limo, Energydrinks, Eistees, aber auch Fruchtsäfte enthalten hohe Mengen an Glukose und Fruktose. Letztere gelangen rasch in den Blutkreislauf und treiben den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Mit der Zeit nehmen mit den Blutzuckerspitzen auch die gesundheitlichen Risiken zu. So steigt unter anderem die Gefahr, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Hierfür sind vor allem zwei Risikofaktoren relevant:

  1. Zuckerhaltige Softdrinks fördern Übergewicht.
  2. Zuckerhaltige Softdrinks begünstigen eine Insulinresistenz.

Zuckerhaltige Softdrinks fördern Übergewicht

Zuckerhaltige Softdrinks sind kalorienreich, bieten jedoch wenig bis keine Nährstoffe und machen auch nicht satt. Man trinkt ganz nebenbei enorme Mengen Zucker, ohne zu merken, dass der Körper förmlich überflutet wird. In einem Liter Cola finden sich 35 Stück Würfelzucker. Bei Limonade sieht das nicht anders aus. Auch Fruchtsäfte darf man nicht unterschätzen: Ein 0,5-Liter-Glas Apfelsaft enthält umgerechnet zehn Stück Würfelzucker.

Der Konsum von zuckerhaltigen Getränken kann unbemerkt zu einem deutlichen Kalorienüberschuss führen. Eine langfristig zu hohe Kalorienzufuhr lässt das Gewicht steigen und begünstigt Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit). Übergewicht ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Und nicht nur das. Wie die Deutsche Adipositas Gesellschaft e. V. betont, ist Fettleibigkeit ein medizinisches Problem, das neben Diabetes auch andere Erkrankungen begünstigt, darunter Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber und verschiedene Krebsformen.

Zuckerhaltige Softdrinks begünstigen eine Insulinresistenz

Ebenso kann ein übermäßiger und langfristig zu hoher Zuckerkonsum zu einer Insulinresistenz führen – einem weiteren bedeutenden Diabetes-Risikofaktor. Bei einer Insulinresistenz werden die Körperzellen zunehmend unempfindlich gegenüber dem Hormon Insulin, das die Zellen wie ein Schlüssel für die Zuckeraufnahme aufschließt.

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