„Ravioli-Dosen gestohlen“
Schlagerstar Michelle spricht über Obdachlosigkeit
10.10.2026 – 17:04 UhrLesedauer: 2 Min.
1993 wurde Michelle mit der Single „Und heut‘ Nacht will ich tanzen“ schlagartig bekannt. Zuvor führte sie alles andere als ein glamouröses Leben.
Zuletzt hatte die Sängerin sich in der Öffentlichkeit rar gemacht. Jetzt gibt Michelle in einem Podcast Einblicke in ihre Vergangenheit. In einer neuen Folge des Podcasts „Ungefiltert On Fire“, erzählt die 54-Jährige von Depressionen, Ängsten und Spiritualität – und von ihrer schweren Kindheit und Jugend.
Michelle und ihre Mutter fanden Hilfe in Frauenhäusern
Michelle erzählt dem Gastgeber André Kohn, dass ihr Vater „sehr brutal“ gewesen sei. Sie und ihre Mutter hätten deshalb einige Male in Frauenhäusern Unterschlupf gesucht. Nicht nur das: Es habe sogar eine Zeit gegeben, in der Michelle obdachlos gewesen sei. „Weil ich auf der Straße gelebt habe, habe ich Aldi-Ravioli-Dosen gestohlen“, gesteht sie in dem Gespräch.
Kurze Zeit später, 1993, änderte sich ihr Leben schlagartig, als sie das Lied „Und heut‘ Nacht will ich tanzen“ im Fernsehen präsentierte: „Damals gab es noch die ZDF-Hitparade […] Und dann habe ich mit meinem ersten Song gewonnen und alles ging so schnell.“
Michelle erzählt weiter: „Ich war erst 17 und habe natürlich überhaupt nicht darüber nachgedacht, wohin das führen könnte, oder an meine Zukunft gedacht; es ging nur um das Hier und Jetzt“, erinnert sie sich. Auch das Geld habe für sie eine neue Dimension gehabt: „Also waren 2.000 Mark damals wow, das war extrem viel Geld für mich.“
Die Sängerin nennt sich als Heilerin „Wakan“
Im September verriet sie „schlager.de“, dass sie an einem neuen beruflichen Projekt arbeite. Details nannte sie nicht. „Was ich sagen kann: Es hat nichts mit Musik zu tun und auch nicht mit meiner Arbeit als Heilerin“, sagte Michelle.
Michelle gehört seit ihrem Durchbruch Anfang der 1990er-Jahre zu den bekanntesten deutschen Schlagerkünstlerinnen. 2001 trat sie beim Eurovision Song Contest mit dem Titel „Wer Liebe lebt“ auf. Nach mehr als drei Jahrzehnten im Musikgeschäft kündigte sie im Juni an, unter dem Namen „Wakan“ als spirituelle Heilerin und Medium arbeiten zu wollen.












