Friedensnobelpreis 2026:
Nachricht über Auszeichnung erreicht Pillay in Nürnberg
Aktualisiert am 09.10.2026 – 15:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Navanethem Pillay erfuhr von ihrer Auszeichnung mitten in einer Tagung – in der Stadt, die sich dem Völkerstrafrecht verschrieben hat: in Nürnberg.
Die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay hat am Freitag, 9. Oktober 2026, den Friedensnobelpreis erhalten – und die Nachricht traf sie in Nürnberg. Das Nobelpreiskomitee gab die Entscheidung am Freitagvormittag bekannt.
Pillay, 85 Jahre alt, nimmt derzeit an der Jahreskonferenz der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien teil, dem sogenannten „Nuremberg Forum“. Das Komitee begründete die Auszeichnung damit, sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.
Persönliche Glückwünsche an die Friedensnobelpreisgewinnerin
Oberbürgermeister Marcus König (CSU) gratulierte Pillay noch während der Tagung persönlich. „Wir sind stolz, dass Sie die wunderbare Nachricht in Nürnberg, der Stadt des Friedens und der Menschenrechte, erhalten haben“, sagte König. Er habe ihr für ihren Einsatz gedankt – dieser Einsatz sei auch Nürnbergs Auftrag als Stadt.
Mit Nürnberg ist Pillay seit Jahren verbunden. Von 2017 bis 2025 leitete sie das Kuratorium der Akademie als Präsidentin, heute gehört sie ihm als Mitglied an. Die Akademie fördert internationale Strafjustiz und Menschenrechte. Gegründet wurde sie in Nürnberg, das König als „Geburtsort des modernen Völkerstrafrechts“ bezeichnete. 2022 war Pillay bereits Gast bei der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises im Opernhaus.
Als ehemalige Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte und Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda habe Pillay wichtige Beiträge zur internationalen Strafjustiz geleistet, so König. Der Friedensnobelpreis zeige jedes Jahr, wie wichtig unabhängige internationale Institutionen und konsequente Strafverfolgung seien. Die Auszeichnung ermutige alle, die sich weltweit – oft unter schwierigen Bedingungen und persönlichen Risiken – für die Rechte anderer stark machten.












