Todesstrafe
Christa Pike verzichtete auf letzte Mahlzeit – unter einer Bedingung
Aktualisiert am 05.10.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Die gescheiterte Hinrichtung von Christa Pike sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Nun ist ein ungewöhnlicher Wunsch bekanntgeworden, den sie vor ihrer geplanten Hinrichtung geäußert haben soll.
Am Vorabend der gescheiterten Hinrichtung verzichtete die US-Amerikanerin Christa Pike laut einem Bericht der „New York Times“ auf ihre letzte Mahlzeit. Stattdessen habe sie darum gebeten, die dafür vorgesehenen 20 Dollar für Pizza für Obdachlose in der Innenstadt von Nashville im US-Bundesstaat Tennessee zu verwenden.
Pike sollte am vergangenen Mittwoch hingerichtet werden, überlebte allerdings zwei Giftspritzen. Die 50-Jährige war nach Angaben ihrer Anwälte zuletzt weiter bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.
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Im Video | Christa Pikes Anwalt spricht Klartext
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Gescheiterte Hinrichtung: Personelle Konsequenzen
Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Während ihrer Haftzeit wurde Pike US-Medien zufolge nach einem Angriff auf eine Mitgefangene in einem separaten Fall wegen versuchten Mordes verurteilt.
Warum Pike die Hinrichtung trotz zweier Dosen des Medikaments Pentobarbital überlebte, ist weiterhin unklar. Durch den Fall ist in den USA erneut eine hitzige Debatte um die Todesstrafe und die Art der Vollstreckung entbrannt.
Der Leiter der Strafvollzugsbehörde von Tennessee kündigte zuletzt seinen Rücktritt an. Es gibt auch wachsende Kritik an der Qualifikation und Ausbildung des an der Hinrichtung beteiligten Personals.










