Nie mehr für Portugal?
Zoff eskaliert – Ronaldo reist von Nationalteam ab
Aktualisiert am 30.09.2026 – 21:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Endet eine der größten Nationalmannschaftskarrieren im Eklat? Nachdem ihm erneut ein Bankplatz drohte, hat der Superstar das portugiesische Trainingslager per Privatjet verlassen.
Die Beziehung zwischen Cristiano Ronaldo und der portugiesischen Nationalmannschaft steht vor einem Bruch. Nachdem Nationaltrainer Jorge Jesus dem 41-Jährigen erneut keinen festen Platz in der Startelf in Aussicht gestellt hat, hat Ronaldo das Teamquartier in Dänemark verlassen und sein Ende in der Seleção angedeutet.
Auslöser ist das Nations-League-Spiel gegen Norwegen vor wenigen Tagen. Beim 2:1-Sieg Portugals kam der Angreifer von Al-Nassr nicht zum Einsatz, saß 90 Minuten auf der Bank. Die Entscheidung des Trainers könnte nun weitreichende Folgen für Ronaldos Zukunft im Nationaltrikot haben. Am Mittwochnachmittag verließ der dreimalige Ballon-d’Or-Gewinner und fünfmalige Weltfußballer das Trainingslager seiner Mannschaft in Dänemark – zunächst berichteten Medien darüber, inzwischen hat Ronaldo selbst Stellung bezogen.
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Auf Instagram veröffentlichte er ein Statement. Ronaldo schrieb: „Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen.“ Zudem deutete er an, dass seine Zeit im Nationalteam zu Ende gehen könnte: „Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe. Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und all meinen Mannschaftskameraden, ohne Ausnahme, viel Glück zu wünschen.“
Bereits die Nichtberücksichtigung gegen Norwegen hatte in den vergangenen Tagen für Diskussionen gesorgt. Berichten zufolge war Ronaldo sehr verärgert, dass er nicht eingewechselt wurde. Nach dem Spiel soll er auf den üblichen Gruß an die Fans verzichtet haben. Trainer Jorge Jesus hatte angekündigt, das Gespräch mit dem Kapitän zu suchen. Am Mittwoch eskalierte die Situation jedoch weiter.
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Ronaldo fehlte bei einer Trainingseinheit vor dem Spiel gegen Dänemark am Donnerstagabend (20.45 Uhr). Stattdessen war er mit Handy und Kaffee in der Hand auf dem Trainingsgelände unterwegs. Wenig später sprach er kurz mit Jesus und kehrte anschließend ins Hotel zurück. Der Verband erklärte den Ablauf so: Das Fitnessstudio des Trainingszentrums verfüge nicht über die Geräte, die Ronaldo für sein individuelles Training benötige.
Trainer Jorge Jesus: „Es gab kein Problem“
Jesus hatte auf der Pressekonferenz noch betont, dass es keine Differenzen gebe zwischen ihm und dem größten Star der portugiesischen Mannschaft. „Es wirkt, als habe es ein Problem gegeben zwischen uns, aber es gab kein Problem“, sagte er. „Ich bin derjenige, der die Entscheidungen trifft, und das weiß jeder.“












