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Eine weitere mögliche Komplikation bei Gürtelrose: Die betroffenen Hautstellen können sich mit Bakterien infizieren und entzünden. Dies kann unter anderem zu einer Phlegmone führen, einer tiefen Bindegewebsentzündung, die mit Schmerzen und Schwellungen einhergeht. Zudem bleiben nach einer solchen zusätzlichen bakteriellen Infektion oft sichtbare Symptome in Form von Narben zurück.
Schwerwiegende Komplikationen entstehen auch, wenn die Gürtelrose das zentrale Nervensystem – also Gehirn und/oder Rückenmark – befällt. Dann können eine Entzündung des Gehirns (Zoster-Enzephalitis), der Hirnhäute (Zoster-Meningitis) und/oder des Rückenmarks (Zoster-Myelitis) entstehen.
Eine seltene Komplikation, die nur bei Menschen mit stark geschwächter Immunabwehr vorkommt, ist der Zoster generalisatus. Dabei breitet sich die Gürtelrose auf den ganzen Körper aus. Auch innere Organe wie die Lunge können betroffen sein.
Gürtelrose: Ansteckung
Die Flüssigkeit in den Gürtelrose-Bläschen ist virushaltig und somit ansteckend. Auch außerhalb des Körpers kann das Varicella-Zoster-Virus einige Stunden bis wenige Tage überleben. Zur Ansteckung kommt es nur bei direktem Kontakt mit dem Bläscheninhalt – also durch Schmierinfektion. Das passiert
- vor allem über die Hände,
- aber auch über verunreinigte Gegenstände (wie Türgriffe, Wasserhähne oder Spielzeug).
Anders als bei Windpocken ist bei Gürtelrose eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion – also etwa durch Husten oder Niesen – nicht möglich.
Ist Gürtelrose ansteckend?
Ja, aber … Gürtelrose ist nur ansteckend für Menschen, die weder Windpocken hatten noch dagegen geimpft sind.
Wer sich zum ersten Mal mit dem Varicella-Zoster-Virus infiziert, bekommt Windpocken. Dabei spielt es keine Rolle, ob die ansteckende Person akut an Windpocken oder an Gürtelrose erkrankt ist.
Wer sich hingegen bereits früher angesteckt hat oder gegen Windpocken geimpft wurde, ist vor einer (weiteren) Ansteckung geschützt: Dann besteht selbst bei engem Kontakt zu Menschen mit akuter Gürtelrose keine Ansteckungsgefahr.
Wie lange ist Gürtelrose ansteckend?
Eine Gürtelrose ist ansteckend, solange die Bläschen noch Flüssigkeit enthalten. Erst wenn die Zoster-Bläschen vollständig eingetrocknet und verkrustet sind, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Bei ansonsten gesunden Menschen ist es meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen so weit.











