Hamburger Original
Hochbahn verbietet ihrem singenden Busfahrer das Singen
19.09.2026 – 09:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Er ist für Gesang, Sprüche und gute Laune am Steuer bekannt. Nun hat die Hamburger Hochbahn dem Busfahrer seine Einlagen während des Dienstes untersagt.
Jahrelang gehörten Gesangseinlagen zu seinen Fahrten, damit ist nun Schluss: Die Hamburger Hochbahn hat ihrem bekannten Busfahrer Harry Willhöft das Singen während des Dienstes untersagt. Hintergrund seien auch Beschwerden von Fahrgästen gewesen, denen seine Einlagen nicht gefielen, teilte eine Hochbahn-Sprecherin laut „Hamburger Abendblatt“ mit.
Die Hochbahn begründet die Entscheidung mit Rücksichtnahme. In ihren Bussen seien unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Gemütslagen unterwegs. Deshalb habe das Unternehmen nach Abwägung entschieden, auch Willhöft dazu anzuhalten, die allgemeinen Verhaltensregeln während der Dienstzeit zu beachten.
Willhöft fährt seit 1992 Bus
Für Willhöft ist das eine deutliche Veränderung. Der Hamburger fährt seit 1992 Bus, bei der Hochbahn arbeitet er bereits seit 1984. Zunächst saß er sechs Jahre lang am Steuer einer U-Bahn. Später wurde er mit seinen ungewöhnlichen Busfahrten bekannt: Er sang, machte Durchsagen, erzählte Geschichten über Hamburg und verteilte Süßigkeiten an Fahrgäste.
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Die Eigenheiten des Busfahrers wurden lange zumindest geduldet. Ein Hochbahn-Sprecher bezeichnete Willhöft 2019 sogar als „Unikat“. Ein Jahr später erklärte das Unternehmen der „Mopo“, die Mikrofonanlage sei zwar grundsätzlich nicht für Gesang oder Musik gedacht. In Ausnahmefällen werde eine solche Nutzung aber toleriert – „vor allem, wenn es die Fahrgäste begeistert“.
Fahrgäste verstehen Maßnahme nicht
Genau daran scheiden sich inzwischen offenbar die Geister. Während Willhöft mit seinen Auftritten eine Fangemeinde aufgebaut hat und ihm laut aktueller Berichterstattung mehr als 30.000 Menschen auf TikTok folgen, gab es eben auch Beschwerden. Seine Bonbons darf der Busfahrer weiterhin verteilen.
Die Entscheidung sorgt inzwischen auch öffentlich für Diskussionen. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ gingen dazu Hunderte Kommentare ein; vielfach äußerten Nutzer Unverständnis oder Bedauern über das Gesangsverbot











