Während die drei Kinder in der Schule sind
Mann tötet Ehefrau und geht zur Polizei
17.09.2026 – 14:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Morgen kommt ein Mann zur Polizei und gesteht, dass er seine Frau erwürgt hat – kaum, dass die Kinder aus dem Haus waren, um zur Schule zu gehen.
In Hamburg ermittelt die Polizei nach einem mutmaßlichen Femizid: Wie die Beamten mitteilten, erschien am Donnerstagmorgen ein 40 Jahre alter Mann auf einer Polizeiwache und erklärte dort, soeben seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben.
Polizeikräfte eilten zum Tatort und versuchten, die dort liegende, leblose 34 Jahre alte Frau zu reanimieren. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Dort wurde die Frau wenig später für tot erklärt.
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Tatzeitpunkt laut Polizei: 8.15 Uhr
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der Täter die Frau erwürgt haben. Laut der „Bild“-Zeitung war die 34-Jährige Mutter von drei Kindern. Ihre Kinder seien zum Tatzeitpunkt in der Schule gewesen. Laut Polizei soll der Mann seine Frau gegen 8.15 Uhr getötet haben.
Der Mann wurde festgenommen. Freitag soll er einem Haftrichter im Untersuchungsgefängnis vorgeführt werden. Ein Kriseninterventionsteam übernahm die Betreuung der Angehörigen. Die Mordkommission ermittelt.
Femizide in Deutschland: Fast jeden Tag eine Tat
In Deutschland versucht im Schnitt fast jeden Tag ein Mann, seine aktuelle oder ehemalige Partnerin umzubringen. Im Jahr 2024 zählte das Bundeskriminalamt 308 Frauen und Mädchen als Opfer von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten „im Bereich Partnerschaftsgewalt“.
Die Beamten sehen einen möglichen Erklärungsansatz für diese Form der Gewalt „in einer ablehnenden Haltung gegenüber der Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Geschlechter“. „Die Fehlwahrnehmung, dass die Ablehnung von Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Geschlechter von der Mehrheit der Gesellschaft geteilt wird, kann die Bereitschaft zur Ausübung von Gewalt gegen Frauen verstärken“, schreiben die Beamten.











