„Es war erbärmlich“
Paula Lambert wurde als Kind von eigener Mutter entführt
17.09.2026 – 17:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Paula Lambert wuchs bei Pflegeeltern auf, weil ihre Mutter drogensüchtig war. Dann tauchte diese plötzlich auf – und brachte sie nie zurück.
Heute ist Paula Lambert als Sex- und Beziehungsexpertin im TV und mit Podcasts erfolgreich. Doch ihre Kindheit war nicht leicht. Sie lebte nicht bei ihrer leiblichen Mutter, weil diese schwer drogensüchtig war und zeitweise im Gefängnis saß. Ihre frühe Kindheit verbrachte die heutige Moderatorin bei Pflegeeltern. Dann, mit etwa fünfeinhalb Jahren, tauchte ihre Mutter auf.
Wie Lambert im Podcast „Tigges trifft“ erzählte, sei ihre leibliche Mutter nach Regensburg gekommen, um sie „übers Wochenende auszuleihen“. Statt sie zurückzubringen, verschleppte sie das Kind nach Bonn. „Ich kannte die Frau ja gar nicht“, sagte Lambert.
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Podcast-Host Sebastian Tigges fragte ungläubig nach: „Deine Mutter hat dich entführt?“ Lamberts Antwort: „Im Grunde ja.“ Ihre Pflegeeltern sah sie danach zwei Jahre lang nicht wieder. Über diese Zeit urteilt sie knapp: „Es war erbärmlich.“
„Als Kind nimmst du es ja hin“
Auch im Podcast „Gestatten, von Sinnen“ sprach Lambert bereits über ihre Kindheit. Als Kind habe sie die Zustände bei ihrer Mutter nicht als ungewöhnlich empfunden. Mal sei der Strom ausgefallen, mal habe es kein Wasser gegeben, dazu ständige Umzüge. „Als Kind nimmst du es ja hin, weil du denkst, so ist es eben“, erklärte die heute 52-Jährige.
Das änderte sich erst, als sie 2004 selbst Mutter wurde. Diesen Moment beschreibt sie als regelrechte „Schockwelle“: Plötzlich sei ihr bewusst geworden, wie selbstverständlich es für sie sei, ihr eigenes Kind zu lieben und schützen zu wollen. Der Vergleich mit ihrer eigenen Mutter löste bei ihr schließlich sogar körperliche Reaktionen aus. Sie habe ihre Mutter nicht mehr umarmen können und deren Nähe als „ekelhaft“ empfunden. Seit 18 Jahren habe sie keinen Kontakt mehr zu ihr.












