„Falsch, 44 Prozent als Nazis zu verurteilen“
Schlagerstar Andreas Gabalier äußert sich zu AfD-Erfolg
17.09.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt warnt Andreas Gabalier vor Pauschalurteilen – und äußert sich zu Vorwürfen, mit denen er selbst konfrontiert wird.
Im Podcast „Message Macht Medien“ kam Andreas Gabalier auf die aktuelle politische Lage in Deutschland zu sprechen. Dabei wurde auch der Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Thema. Der Schlagerstar sagte im Gespräch mit krone.tv-Podcaster Gerald Fleischmann, er halte es für falsch, „44 Prozent jener, die da gewählt haben, alle als extrem rechts und Nazis zu verurteilen“.
Den Zulauf zur Partei erklärt er sich nicht mit der Weltanschauung der Wähler. „Ich glaube nicht, dass es in erster Linie ein so großer ideologischer Wahlerfolg ist, sondern dass das mittlerweile ein Sicherheits- und Freiheitsgedanke ist, warum die Leute da ankreuzen. Weil sie sich einfach Sorgen machen, weil sie unzufrieden oder frustriert sind.“ Als Ursache sieht er eine Politik, die „mit einer Ignoranz an einem großen Teil der Bevölkerung vorbei regiert“ habe.
- „Musste die Notbremse ziehen“: Schlagerstar Andreas Gabalier über Auszeit
In dem Gespräch äußerte sich Gabalier auch zu Österreich. „Wir fahren unser Land aktuell so massiv an die Wand wie noch nie zuvor.“ Was er damit genau meinte, ließ er offen. Österreich nehme sich seiner Meinung nach oft heraus, „die Weltpolizei zu spielen und über alles zu werten“.
Gabalier selbst steht seit Jahren wegen Aussagen zu Tradition, Geschlechterrollen und Homosexualität in der Kritik. Vorwürfe einer rechten Gesinnung weist er stets zurück, von homophoben Aussagen distanziert er sich.
Andreas Gabalier äußert sich zu Nuras Attacke auf Festival
Kürzlich kam es sogar zu einem Vorfall beim „Glücksgefühle“-Festival. Rapperin Nura feindete Gabalier bei ihrem Auftritt an. „Andreas Gabalier darf hier auftreten und Alphaville nicht, oder was?“, fragte sie. „F*ck die AfD und f*ck jeden, der was damit zutun hat“, betonte sie und sagte am Ende: „Und f*ck Andreas Gabalier.“
In dem Podcast-Interview reagierte Gabalier nun auf die Aktion. Er komme „aus zu gut erzogenen Verhältnissen, als dass ich mich auf dieses Niveau runterlassen würde“, sagte er. Außerdem finde er es traurig, dass es solche Angriffe gebe, denn Musik könne eigentlich verbinden.












