Scarlett Salice
Vermisste 26-Jährige: Auf einmal schlagen Suchhunde an
14.09.2026 – 14:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit sechs Jahren fehlt von der damals 26-jährigen Scarlett jede Spur. Ein privater Verein glaubt nun, ihr mithilfe von Hunden möglicherweise auf die Spur gekommen zu sein.
Im Vermisstenfall Scarlett Salice haben sich im Südschwarzwald möglicherweise neue Anhaltspunkte für das Schicksal der 26-Jährigen ergeben. Mitglieder einer privaten Initiative, darunter Scarletts Vater Ralf Salice, waren am Wochenende mit Suchhunden auf dem Schluchtensteig unterwegs. Dabei hätten diese mehrfach angeschlagen.
Nach Angaben von Rüdiger Orth, Gründer des Vereins Finderwille, reagierten die Suchhunde auf beiden Zugangswegen zum Wildensteinfelsen im Wehratal. Die Tiere hätten jeweils vor und hinter dem Felsen angeschlagen. „Als wir am Felsen vorbei waren, haben die Hunde nicht mehr angeschlagen und angefangen zu spielen“, erzählt er. Nicht ausgeschlossen sei daher, dass Scarlett damals abgestürzt sei.
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Neue Hinweise im Fall Scarlett? Polizei ist skeptisch
Insgesamt seien zwölf Hunde an der Suche beteiligt gewesen. Alle hätten zuvor jahrealte Geruchsproben eines Schuhs der Vermissten erhalten – und alle hätten mehrfach Signale gegeben. „Eine Leiche riecht auch noch nach Jahren“, erklärte Rüdiger Orth der „Badischen Zeitung“ zur Sinnhaftigkeit einer solchen Suchaktion. Dieser zeigte sich am Ende der Maßnahmen überzeugt: „Wir gehen davon aus, dass Scarlett im Gebiet um den Wildensteinfels womöglich verunglückt ist.“ Die Hunde hätten in der Vergangenheit selten falsch gelegen.
Der Verein will seine Erkenntnisse auch der Polizei zur Verfügung stellen. Ein Sprecher der Behörde sagte dem SWR am Montag, man werde diese prüfen, sei aber derzeit noch skeptisch. Seit dem Verschwinden Scarletts sei vermutlich zu viel Zeit verstrichen, als dass die Hunde noch ihre Spur wittern könnten.
Überwachungskamera filmte Scarlett vor ihrem Verschwinden

Die junge Frau aus Bad Lippspringe war zuletzt am 10. September 2020 in Todtmoos (Landkreis Waldshut) gesehen worden. Eine Überwachungskamera eines Edeka-Marktes filmte Scarlett. Die Polizei geht davon aus, dass die 26-Jährige anschließend durch das Wehretal Richtung Wehr wandern wollte. Die Route hätte laut dem Verein „Bitte findet Scarlett“ etwa 22 Kilometer betragen. Doch am Ziel kam sie nie an. Um 10.57 Uhr habe sie noch eine letzte WhatsApp-Nachricht geschrieben, danach verlor sich ihre Spur.
Aufwendige Suchaktionen mit Helfern der Polizei, Feuerwehr, Bergwacht, und Hubschrauberbesatzungen sowie Hundestaffeln waren erfolglos geblieben. Auch ein Aufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Polizei stellte ein Todesermittlungsverfahren nach zweieinhalb Jahren ein. Die Ermittler hatten keine Hinweise auf eine Straftat finden können.












