Der Schwindel wird durch rasche Kopfbewegungen ausgelöst, etwa wenn die Person
- den Kopf zur Seite dreht, ihn senkt oder in den Nacken legt,
- sich bückt und/oder
- sich hinlegt, im Liegen umdreht oder aufsetzt.
Normalerweise hält der Schwindel nur wenige Sekunden bis höchstens fünf Minuten an. Er kann jedoch mehrmals am Tag wiederkehren. Übelkeit kann, muss aber nicht auftreten. Schweißausbrüche und Erbrechen sind weitere mögliche Symptome.
Anhaltender Drehschwindel mit Übelkeit
Ein über Tage anhaltender Drehschwindel (wie im Karussell), starke Übelkeit, Erbrechen und Fallneigung sind häufig Anzeichen einer akuten einseitigen Vestibulopathie (Neuritis vestibularis). Der Schwindel tritt auch in Ruhe auf, wird jedoch bei Bewegung stärker.
Bei einer akuten einseitigen Vestibulopathie ist das Gleichgewichtsorgan in einem Ohr ausgefallen oder in seiner Funktion gestört. Ursache ist oft eine Entzündung des zugehörigen Gleichgewichtsnervs, die möglicherweise durch Viren ausgelöst wurde. Vor allem Personen zwischen 50 und 60 Jahren erkranken daran, darunter insbesondere Frauen. Der Schwindel nimmt in der Regel nach einigen Tagen ab. Bis die Entzündung vollständig abklingt, können einige Wochen vergehen.
Eine weitere Ursache für anhaltenden Drehschwindel sind Hirnschädigungen, zum Beispiel aufgrund einer Durchblutungsstörung – etwa nach einem Schlaganfall.
Schwindel mit Übelkeit durch Reisekrankheit
Eine Reisekrankheit (Bewegungskrankheit, Kinetose) entsteht bei starker oder ungewohnter Bewegung, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen erhält. Zum Beispiel beim Lesen im fahrenden Auto: Der Körper nimmt die Bewegung des Fahwahr, die auf das Buch gerichteten Augen jedoch nicht. Auch auf dem Schiff – vor allem bei starkem Wellengang – oder im Flugzeug tritt die Reisekrankheit häufiger auf.
Eine Reisekrankheit macht sich vor allem durch Übelkeit mit oder ohne Erbrechen bemerkbar. Ein leichter Schwindel kann ebenfalls auftreten. Weitere Beschwerden sind unter anderem kalter Schweiß, Blässe, Kopfschmerzen und starke Müdigkeit.
Schwindel mit Übelkeit durch Menière-Krankheit
Die Menière-Krankheit (Morbus Menière) ist eine Erkrankung des Innenohrs, die auch als Anfallsdrehschwindel bezeichnet wird. Dabei bildet sich im Innenohr zu viel Lymphflüssigkeit. Die Lymphflüssigkeit ist Teil des Lymphsystems, das zur Immunabwehr gehört und den Körper ähnlich wie die Blutgefäße durchzieht. Die genauen Ursachen der Menière-Krankheit sind unbekannt. Die meisten Menschen sind zu Beginn der Erkrankung zwischen 40 und 60 Jahre alt.










