Besteht aufgrund der vergrößerten Hämorrhoiden ein Leidensdruck, kann ein ärztlicher Eingriff helfen. Gängige Verfahren sind die Verödung (Sklerosierungstherapie) und die Gummibandligatur. Infolge der Therapie stirbt vergrößertes Gewebe ab und die Gefäßpolster werden wieder kleiner. Bei Grad drei und vier raten Ärzte häufig zu einer Hämorrhoiden-Operation. Abhängig vom gewählten Verfahren werden die Hämorrhoiden beispielsweise gerafft und an der Darmschleimhaut befestigt oder operativ entfernt.
Analekzem: Besser keine Seife im Intimbereich
Das Analekzem gehört ebenfalls zu den häufigen Analerkrankungen. Ein Analekzem ist eine entzündliche Erkrankung der Haut der Afterumgebung. Die Entzündung kann schmerzhaft sein, brennen, nässen und jucken. Analekzeme entstehen auf unterschiedliche Weise, etwa durch reizende Substanzen oder Allergien gegen bestimmte Stoffe. Beispielsweise kann ein Analekzem die Folge eines Hämorrhoidalleidens sein. Schließt der After nicht mehr zuverlässig ab, können Stuhlreste und Sekret die empfindliche Afterregion reizen.
Auch kommt es vor, dass eine übertriebene Analhygiene mit häufigem Waschen und der Nutzung von Seife die Haut austrocknet, reizt und ein Analekzem verursacht. Experten raten, die Afterregion mit warmem Wasser zu reinigen oder Toilettenpapier mit etwas Wasser zu befeuchten. Parfümierte Cremes und feuchtes Toilettenpapier mit Duft- und Konservierungsstoffen sind nicht empfohlen. Sie können die zarte Haut am Po unnötig strapazieren und Allergien begünstigen.
Analekzem – was hilft?
Die Analekzem-Therapie umfasst eine schonende Reinigung und Pflege der Haut, die Behandlung von Grunderkrankungen sowie die Anwendung medizinischer Salben, welche die Hautbarriere schützen sowie Entzündungen und Juckreiz entgegenwirken.
Afterriss
Wie ein Afterriss entstehen kann und welche Ursachen dahinterstecken, lesen Sie hier.
Analfissur: Schmerzhafter Riss im Analkanal
Ein Afterriss, auch Analfissur genannt, ist eine weitere Analerkrankung. Die Analfissur gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Afters. Schätzungen zufolge ist eine von zehn Personen im Laufe ihres Lebens betroffen, meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Es handelt sich bei der Analfissur um einen Einriss der Haut des Afters beziehungsweise des Analkanals, der besonders beim und nach dem Stuhlgang starke Schmerzen verursacht. Blutungen, Nässen, Schwellung und Juckreiz können begleitend auftreten. In der Regel heilt die Analfissur nach einigen Wochen aus.
Zu den Risikofaktoren gehören Verstopfung und harter Stuhl, Übergewicht, eine ballaststoffarme Ernährung, Verletzungen oder Operationen im Analbereich, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Schwangerschaft und Geburt, eine Schilddrüsenunterfunktion, Tumoren im Analbereich sowie bestimmte Medikamente und Infektionen. Wichtig für die Behandlung ist, Verstopfung zu vermeiden. Spezielle Cremes und Zäpfchen unterstützen die Entkrampfung des Schließmuskels, erleichtern die Entleerung und fördern die Heilung.












