Lkw fährt einfach weiter
Schwerer Unfall auf der A3 reißt Familie auseinander
Aktualisiert am 08.09.2026 – 15:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Familienvater stirbt bei einem Unfall. Seine schwangere Frau und sein dreijähriges Kind schweben in Lebensgefahr. Die Polizei fahndet nach einem Lkw-Fahrer.
Auf der A3 ist bei einem schweren Unfall ein 37 Jahre alter Familienvater ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, geschah der Unfall am Montagabend gegen 18.45 Uhr in Höhe der Anschlussstelle Emmerich im nordrhein-westfälischen Kreis Kleve in Fahrtrichtung Köln. Nachdem anfänglich nur weniges bekannt war, hat die Polizei nun neue Informationen mitgeteilt.
Ersten Erkenntnissen zufolge wechselte ein Laster von der rechten auf die linke Fahrspur und übersah dabei möglicherweise einen sich von hinten nähernden Golf. Der 37-Jährige am Steuer versuchte auszuweichen, verlor dabei aber die Kontrolle. Das Auto geriet ins Schlingern und überschlug sich, ohne dass es nach aktueller Spurenlage einen Kontakt zwischen dem Laster und dem Golf gab.
- Horror-Unfall in Hessen: „Ruhe in Frieden, kleine Schwester“
- Ältere Reisegäste an Bord: 20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Unfall auf der A3 in NRW: Vater könnte alkoholisiert gewesen sein
Der Golf-Fahrer starb noch an der Unfallstelle, die Feuerwehr konnte ihn nur noch tot aus dem Wrack bergen. Seine 26-jährige schwangere Frau und sein dreijähriges Kind erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen, die Frau mit einem Rettungswagen gefahren.
Der bei dem Unfall getötete 37-Jährige könnte unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben, teilten die Beamten mit. Die Polizei spricht bisher jedoch nur vage von „Verdachtsmomenten“.
Lkw-Fahrer bremst, gibt dann aber wieder Gas und verschwindet
Der Fahrer des Lasters fuhr ungeachtet des Unfalls einfach weiter – obwohl er Zeugen zufolge die Unfallgeräusche, nämlich Reifenquietschen und lautes Scheppern, mitbekommen haben müsse. Er soll zwar erst kurz abgebremst haben, dann aber weitergefahren sein.
Jetzt fahnden die Ermittler nach ihm. Sein Lkw bestand laut Polizei aus einer dunklen Zugmaschine mit bulgarischem Kennzeichen und einem Auflieger, der einen roten Überseecontainer geladen und möglicherweise ein niederländisches Kennzeichen hatte. Die Ermittler fragen: „Wer kann Hinweise zu dem flüchtigen Sattelzug und zu seinem Standort geben? Wer kann Angaben zur Identität des Fahrers machen?“ Wer etwas weiß, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0211 870 0 beim Verkehrskommissariat 1 der Polizei Düsseldorf zu melden.










