Gegner zertrümmert seinen Schläger
US Open: Struff verliert Fünf-Satz-Krimi
03.09.2026 – 21:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschlands Nummer zwei hat den Favoriten aus Argentinien am Rande der Verzweiflung. Doch am Ende werden Struff seinen eigenen unerzwungenen Fehler zum Verhängnis.
Tennis-Profi Jan-Lennard Struff hat bei den US Open in New York den Einzug in die dritte Runde verpasst. In einer Nervenschlacht über fünf Sätze gegen den an Nummer 24 gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo verlor der Warsteiner mit 7:5, 5:7, 6:4, 2:6, 3:6. 16 Doppelfehler kosteten ihn den Einzug in die dritte Runde.
Besonders kurios war der dritte Satz: Struff schlug zum Satzgewinn auf, leistete sich dabei aber innerhalb eines einzigen Spiels vier Doppelfehler. Cerundolo konnte die Vorlage nicht nutzen, gab den Satz ab und zertrümmerte anschließend seinen Schläger. Im vierten Satz ließ sich Struff am rechten Knöchel behandeln und schluckte eine Tablette – Cerundolo fand währenddessen zurück ins Spiel. Im fünften Durchgang kassierte Struff das vorentscheidende Break zum 3:4 und konnte die Partie nicht mehr drehen.
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Damit verpasste der Weltranglisten-44. Struff sein bestes Karriere-Resultat bei den US Open. Im Vorjahr war er erst im Achtelfinale an Novak Djokovic gescheitert. TV-Experte Boris Becker kommentierte das Ausscheiden bei sporteurope.tv: „Er (Cerundolo, d. Red.) war der bessere Spieler in der zweiten Hälfte des Matches, er hat verdient gewonnen. Aber Kompliment auch an Struffi, mit 36.“
Struff überraschend nicht für den Davis Cup nominiert
Auf der Tribüne verfolgte Bundestrainer Michael Kohlmann das Match. Er hatte Struff nicht für die Davis-Cup-Duelle mit Kroatien am 19. und 20. September im westfälischen Halle nominiert. Den Vorzug erhielten Daniel Altmaier und Yannick Hanfmann neben Alexander Zverev.
Struff sagte dazu in New York: „Natürlich war es nicht so ein gutes Gefühl, zu hören, dass ich nicht dabei bin. Ich wäre schon gerne dabei gewesen, aber wir haben momentan auch gute Spieler und ein gutes Team.“ Bei einer Absage könnte Struff noch nachnominiert werden.
In New York ließ sich Struff von Weggefährte Oscar Otte coachen. Über die Zusammenarbeit sagte der Sauerländer: „Wir verstehen uns super, sind ungefähr im gleichen Alter. Wir hatten immer eine gute Zeit. Ich freue mich, dass er dabei ist und er mir Input geben kann.“











