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Home » Russland, China und Nordkorea begehen mehr Cyberangriffe
Deutschland

Russland, China und Nordkorea begehen mehr Cyberangriffe

By zeit-heute.deAugust 31, 20262 Mins Read
Russland, China und Nordkorea begehen mehr Cyberangriffe
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Cyberangriffe

Minister: Drei Staaten bedrohen Bayern gezielt

31.08.2026 – 18:37 UhrLesedauer: 1 Min.

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Cyberangriffe (Symbobild) nehmen in Bayern laut Behörden zu. (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

Bei der Vorstellung des Cybersicherheitsberichts warnt der Innenminister vor Angriffen ausländischer Nachrichtendienste. Für 2026 erwartet er keine Entspannung.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Russland, China und Nordkorea als eindeutige Hauptverursacher politisch motivierter Cyberangriffe auf bayerische Behörden, kritische Infrastruktur und Unternehmen bezeichnet. Das erklärte er bei der Vorstellung des Lageberichts zur Cybersicherheit in München.

Die hybride Bedrohung durch Spionage, Sabotage, Desinformation und Cyberangriffe habe „ein nie gekanntes Level erreicht“, sagte Herrmann. „Ausländische Nachrichtendienste möchten damit Informationen beschaffen, Einfluss nehmen oder Sabotage betreiben.“

Knapp 50.000 Fälle – und kein Ende in Sicht

Im Jahr 2025 erfasste die bayerische Polizei 49.468 Fälle von Cyberkriminalität – ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Herrmann sagte. Für das laufende Jahr erwartet er keine Besserung: „Wir gehen eher von einer weiteren Zunahme aus.“

Das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) bearbeitete 2025 rund 6.000 sicherheitsrelevante Vorfälle, bei denen Behörden des Freistaats, Kommunen oder kritische Infrastruktur ins Visier der Täter gerieten – zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte. „Die Angriffe sind spürbar schneller. Und komplexer geworden.“

72 Prozent der Täter im Ausland

Die Strafverfolgung bleibt schwierig: Laut Cybersicherheitsbericht sitzen 72 Prozent der Täter im Ausland. Justizminister Georg Eisenreich (CSU) verwies auf die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit: „Umso wichtiger ist, dass wir auf nationaler Ebene, aber auch international eng mit Kooperationspartnern wie Interpol, Eurojust, Europol, Nachrichtendiensten kooperieren.“ Für die großen Fälle ist seit 2015 eine Zentralstelle Cybercrime bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zuständig.

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