Schweizer Polizei hat drei Hypothesen – aber keine Antworten
Zwei Waffen bedeuten jedoch nicht zwangsläufig zwei Schützen. „Ein Täter könne auch aus zwei Waffen feuern“, erklärte Polizeikommandant Michael Leupold am Sonntagabend.
Warum auf die Besucher der Technoparty geschossen wurde, bleibt ebenfalls weiter unklar. Die Ermittler prüfen drei mögliche Hintergründe: einen Terroranschlag, einen Amoklauf oder eine Tat im kriminellen Milieu, eine „Abrechnung“, möglicherweise, wie es Polizeikommandant Leupold nannte.
Welche Hypothese die Ermittler nach der Festnahme des 43-jährigen Tatverdächtigen für wahrscheinlicher halten, bleibt ungesagt. Die Ermittler wollen erst in zwei Tagen weitere Informationen zu dem Fall herauszugeben: Am Mittwoch, dem 2. September, soll es um 14 Uhr eine Pressekonferenz geben. Bis zu diesem Zeitpunkt will man sich in Schweigen hüllen.
Schweizer Behörden wollen 48 Stunden lang schweigen
Fast 24 Stunden dauerte es bis zu der ersten Festnahmen – trotz grenzüberschreitender Fahndung. Weitere 12 Stunden sind vergangen, bis die Öffentlichkeit davon erfuhr. Und nun will die Polizei weitere 48 Stunden Informationsleere schaffen. Einen Grund für die Zurückhaltung nannte man bei der Kapo Aargau nicht.
Denkbar wäre die Suche nach weiteren Tätern oder Komplizen – doch die Schweizer Behörden lassen nichts erkennen.
Junge Frau stirbt in Aarau – Polizei glaub an Zufallsopfer
Das einzige Detail, wo sich die Polizei sicher gibt, ist der Zufallscharakter der Opfer. Diese seien nicht gezielt ausgewählt worden – sie seien also zufällig in die Schussbahn des Täters oder der Täter geraten.
Bei der Getöteten handelt es sich um eine 22-jährige Italienerin, die in der Schweiz lebte. Sie erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Italienische und Schweizer Medien berichten, dass die junge Frau aus den Abruzzen stammte und erst vor Kurzem in die Schweiz gezogen sei, um dort zu arbeiten.
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