Ausschreitungen gegen Hertha
Eintracht Braunschweig kündigt Stadionverbote nach Fan-Gewalt an
29.08.2026 – 17:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach Gewalt und Pyrotechnik beim Heimspiel gegen Hertha BSC zieht Eintracht Braunschweig Konsequenzen. Nachgewiesene Gewalttäter sollen Stadionverbot erhalten.
Eintracht Braunschweig hat nach den Vorfällen beim Zweitligaspiel gegen Hertha BSC Konsequenzen angekündigt. Wer nachweislich Gewalt gegen andere Fans, Ordner oder Polizisten ausgeübt habe, werde mit einem Stadionverbot belegt, teilte der Verein am Samstag mit.
Bei dem Heimspiel am Freitagabend waren in der Halbzeitpause mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei hatten sich Eintracht-Fans in der Südkurve in einem Block aufgehalten, für den sie keine Berechtigung hatten. Als der Ordnungsdienst eingriff, kam es zu einer Auseinandersetzung.
Fünf Ordner und ein Polizist verletzt
Nach Darstellung des Vereins hatten sich Anhänger unbefugt Zugang zu mehreren Blöcken verschafft, darunter Block 5. Dort griffen zunächst unbeteiligte Fans ein, später kam der Ordnungsdienst hinzu. Beim Versuch, die betreffenden Personen aus dem Block zu bringen, entwickelte sich laut Eintracht eine handfeste Auseinandersetzung.
Der Verein verurteilte die Gewalt, entschuldigte sich bei betroffenen Zuschauern und bezeichnete auch das Überschreiten der Blocktrennung als inakzeptabel.
Nach Polizeiangaben wurden fünf Ordner verletzt. Als Einsatzkräfte hinzukamen, wehrte sich die Gruppe demnach gegen die Feststellung ihrer Personalien. Weitere Heimfans sollen sich solidarisiert haben. Die Beteiligten konnten anschließend unerkannt entkommen. Auch ein Polizist wurde an der Hand verletzt. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs und Nötigung ein.
Eintracht Braunschweig kritisiert Pyrotechnik
Auch den wiederholten Einsatz von Pyrotechnik kritisierte der Verein. Nach dem Wiederanpfiff sei bis zum Abpfiff mehrfach Pyrotechnik in Block 7 gezündet worden. Dadurch sei die Sicht für Teile der Zuschauer erheblich beeinträchtigt gewesen. Eintracht verwies zudem auf die finanziellen Folgen. Der Einsatz von Pyrotechnik schade dem Verein weiterhin erheblich.
Eintracht will die Vorfälle nun gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern aufarbeiten. Der Verein wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Hertha BSC gewann die Partie vor 21.883 Zuschauern mit 5:3.











