Umfrage zur Berlin-Wahl
83 Prozent fällt nichts Positives zur Berliner CDU ein
Aktualisiert am 29.08.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Was gefällt den Wahlberechtigten an der Berliner CDU – und was nicht? Eine Forsa-Umfrage zeigt ein deutliches Ungleichgewicht.
Die Berliner CDU regiert seit 2023, doch nur wenige Wahlberechtigte können spontan eine Stärke der Partei nennen. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von t-online antworteten 83 Prozent auf die Frage nach positiven Eigenschaften der CDU mit „nichts gefällt“ oder „weiß nicht“.
Gefragt wurde offen und ohne vorgegebene Antwortmöglichkeiten. Mehrfachnennungen waren möglich. Selbst die am häufigsten genannten Stärken erreichen daher nur niedrige einstellige Werte.
CDU punktet bei innerer Sicherheit
Am ehesten wird die CDU für ihre Positionen zur inneren Sicherheit, zur Bekämpfung der Kriminalität sowie zur Stärkung von Polizei und Rechtsstaat geschätzt. Vier Prozent der Befragten nannten entsprechende Punkte. Drei Prozent bewerten die Verkehrspolitik positiv.
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Jeweils zwei Prozent loben die konservative beziehungsweise bürgerliche Ausrichtung der Partei oder ihre Bürgernähe. Ebenfalls zwei Prozent bescheinigen der CDU eine klare Haltung und den Willen, Probleme anzugehen. Ein ebenso großer Anteil hebt positiv hervor, dass die Berliner CDU weniger konservativ und weniger realitätsfern als die Bundespartei sei.
Kritik an Verkehrs- und Sozialpolitik
Bei der Frage, was ihnen an der Berliner CDU nicht gefällt, fallen die Anteile deutlich höher aus. An erster Stelle steht die Verkehrspolitik: 16 Prozent halten den Kurs der Partei für zu autofreundlich.
Fast ebenso häufig werden Bürgerferne, Arroganz oder Überheblichkeit genannt (15 Prozent). Jeder Achte (12 Prozent) kritisiert eine unsoziale Politik oder eine Politik für Reiche. Elf Prozent werfen der CDU vor, Versprechen nicht einzuhalten.
Jeder Zehnte hält die Berliner CDU für zu links
Auffällig ist, dass die politische Ausrichtung der Partei aus entgegengesetzten Richtungen kritisiert wird. Jeder Zehnte (10 Prozent) hält die Berliner CDU für zu links. Sieben Prozent empfinden sie dagegen als zu rückwärtsgewandt oder zu rechts und kritisieren eine zu große Nähe zur AfD.
Neun Prozent bemängeln, dass die CDU zu wenig für den Klima- und Umweltschutz tue. Jeweils acht Prozent nennen Vetternwirtschaft sowie Inkompetenz oder Unfähigkeit. Sechs Prozent stören sich am Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, fünf Prozent am Personalangebot der Partei insgesamt. Vier Prozent werfen der CDU vor, zu wenig für den Wohnungsmarkt zu tun.












