Beschwerden in der Hand
Bei Karpaltunnelsyndrom: Handgelenk kühlen oder wärmen?
Aktualisiert am 27.08.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Karpaltunnelsyndrom kann mit verschiedenen Beschwerden einhergehen. Lesen Sie, inwiefern es helfen kann, das Handgelenk zu kühlen oder zu wärmen.
Menschen mit Karpaltunnelsyndrom verspüren vor allem in der Hand Symptome, etwa ein kribbelndes oder taubes Gefühl in den Fingern. Nachts schläft die betroffene Hand möglicherweise ein. Auch Schmerzen können in den Fingern auftreten und teils in die Hand oder in den Arm ausstrahlen.
Die Beschwerden entstehen, wenn der sogenannte Karpaltunnel im Handgelenk eingeengt ist und auf den dort verlaufenden Nerv drückt. Insbesondere in der Nacht und am Morgen kann sich das unangenehm bemerkbar machen.
- Karpaltunnelsyndrom: Selbsttest kann Hinweise liefern
- Knotig verdickte Finger: Was bei Heberden-Arthrose hilft
Um die Beschwerden zu lindern, genügt es bei leichten bis mittelschweren Fällen meist, nachts eine Handgelenkschiene zu tragen. Helfen kann es außerdem, vorerst alle Belastungen zu meiden, die die Symptome verstärken.
Treten Symptome wie Kribbeln oder Schmerzen nur gelegentlich auf, empfinden Betroffene möglicherweise bereits Linderung, wenn sie das Handgelenk kühlen oder wärmen.
Das Handgelenk bei Karpaltunnelsyndrom kühlen
Wer gelegentlich akute Beschwerden durch das Karpaltunnelsyndrom hat, kann das Handgelenk kühlen, etwa mit einer Gelkompresse aus dem Kühlschrank. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße kurzfristig zusammen. In der Folge lassen auch Gewebeschwellungen im Karpaltunnel ein wenig nach. Das kann den eingeengten Nerv vorübergehend entlasten und so etwaige Symptome verringern. Die Kälte hemmt zudem die Schmerzrezeptoren und wirkt daher in gewissem Maß betäubend.
Um einen positiven Effekt zu erzielen, ist es bei akuten Beschwerden ratsam, das Handgelenk nicht ununterbrochen, sondern mit Pausen zu kühlen. Wickeln Sie beispielsweise eine kalte (aber nicht eiskalte) Kompresse um das Handgelenk oder tauchen Sie die Hand in ein kühles Wasserbad und wenden Sie die Kälte etwa ein- bis zweimal pro Stunde für je 10 bis 15 Minuten an.
Das Handgelenk bei Karpaltunnelsyndrom wärmen
Auch Wärme kann sich mitunter positiv auf das Karpaltunnelsyndrom auswirken und etwa bei steifen Fingern die Beweglichkeit verbessern. Gönnen Sie Ihrer Hand dazu etwa drei- bis viermal täglich ein warmes Bad (bei etwa 33 bis 37 Grad Celsius Wassertemperatur) und führen Sie darin mit Hand und Handgelenk sanfte Bewegungen aus. Bei Wärme weiten sich die Blutgefäße, Stoffwechselvorgänge (wie Nährstofftransporte) laufen schneller ab und die Muskeln entspannen sich.
Wichtig zu wissen
Wärme kann beim Karpaltunnelsyndrom zwar grundsätzlich angenehm sein, bei akuten Schmerzen ist Wärme jedoch möglicherweise kontraproduktiv.












