Veranstalter klärt auf
Das steckt hinter Helge Schneiders Konzertabbruch
24.08.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Helge Schneider brach seinen Auftritt auf der Landesgartenschau nach kurzer Zeit ab und verkündete, keine Lust mehr zu haben. Nun meldet sich der Veranstalter.
Rund 7.000 Menschen standen am Donnerstag, dem 20. August 2026, auf der Landesgartenschau in Ellwangen vor der Bühne, als Helge Schneider seinen Auftritt nach etwa 20 Minuten abbrach. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ erklärte Landesgartenschau-Geschäftsführer Stefan Powolny nun, dass ein Technikproblem hinter dem Abbruch steckte. Die Lautstärke hatte schlicht nicht ausgereicht.
Beim Soundcheck hatte noch alles funktioniert. Vor dem Publikum aber empfing die Anlage der Landesgartenschau das Signal von Schneiders eigener Abmischung nur über einen einzigen Kanal.
- „Möchte auf die Gage verzichten“: Helge Schneider bricht Auftritt nach 20 Minuten ab
„Wir haben dann recht schnell gemerkt, dass wir damit nicht gegen 7.000 Menschen in Festzeltstimmung ankommen, dafür ist Helge Schneiders Kunst nicht gemacht“, so Powolny. Die Lautstärke einfach aufzudrehen war keine Option: Es wäre zu Rückkopplungen mit anderen Anlagen gekommen. Schneider und seine Band hätten dafür aufwendig neu verkabelt werden müssen. Eine schnelle Lösung vor Ort war nicht möglich.
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Aus dem Publikum hatte es zuvor „Lauter!“-Rufe gegeben. Schneider selbst sagte Medienberichten zufolge: „Eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren und auf die Gage verzichten. Ich habe keine Lust mehr.“ Powolny ging daraufhin selbst auf die Bühne und erklärte dem Publikum, dass Schneider wegen der technischen Probleme nicht in den „Flow“ komme. Die Wahl, so Powolny, habe zwischen einem stillen Abend mit Helge Schneider oder gar keinem Abend mit ihm bestanden. Schneider kehrte anschließend auf die Bühne zurück und spielte noch rund anderthalb Stunden.
Veranstalter betont: keine Star-Allüren bei Helge Schneider
Den Vorwurf der Star-Allüren weist Powolny zurück. „Das kann ich so nicht bestätigen“, sagte er. Hinter der Bühne habe man gemeinsam professionell abgewogen, wie der Abend noch zu retten sei. Dabei seien verschiedene Szenarien diskutiert worden, vom Abbruch bis zum Versuch, das Maximum aus der vorhandenen Technik herauszuholen.
Auch dem Publikum wolle Powolny keinen Vorwurf machen: Bei einer Gartenschau kämen sehr unterschiedliche Menschen zusammen, von eingefleischten Schneider-Fans bis zu Menschen, die den Auftritt eher nebenbei verfolgten. Für künftige Veranstaltungen kündigte Powolny an, bei Künstlern, die ihren Ton selbst abmischen wollen, einen noch gründlicheren Soundcheck durchzuführen.












