ADAC-Prognose
Lkw-Fahrverbote gelockert: Drohen Staus am Wochenende?
Aktualisiert am 17.08.2026 – 14:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Wochenende treffen auf Deutschlands Autobahnen Rückreisende auf Urlauber, die noch in die Ferien starten. Zusätzlich könnten mehr Lastwagen unterwegs sein.
Wer am kommenden Wochenende über die Autobahn in den Urlaub fährt oder von dort zurückkehrt, dürfte vielerorts nicht allein unterwegs sein. In mehreren Bundesländern enden die Ferien, andernorts läuft die Urlaubssaison noch. Der ADAC rechnet deshalb vom 21. bis zum 23. August mit viel Verkehr auf den Fernstraßen.
Dieses Mal kommt ein weiterer Faktor hinzu: Wegen des Niedrigwassers haben etliche Bundesländer das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen gelockert. Damit könnten am Sonntag zusätzliche Lkw auf ohnehin stark belasteten Autobahnen unterwegs sein.
Ein Stauchaos allein wegen der zusätzlichen Lastwagen erwartet der ADAC allerdings nicht. In etlichen Bundesländern gilt die Lockerung nur für Transporte, die mit der Bewältigung der Folgen des Niedrigwassers zusammenhängen. Für alle anderen Lkw-Transporte bleibt das Fahrverbot bestehen.
Wann es auf den Autobahnen besonders voll wird
Unabhängig vom Lkw-Verkehr müssen sich Autofahrer am Wochenende auf volle Autobahnen einstellen. Besonders viel Verkehr erwartet der ADAC am Freitagnachmittag sowie am Sonntagnachmittag und -abend.
Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Ferientermine. Für Urlauber aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern steht wegen des Ferienendes die Rückreise an. Gleichzeitig starten Reisende aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg teilweise erst in den Urlaub oder sind noch unterwegs.
Entsprechend belastet dürften weiterhin die Fernstraßen in Richtung Norden sowie die Routen von den Küsten und aus den Alpen sein. Bei gutem Wetter kann zusätzlicher Ausflugsverkehr hinzukommen. Der ADAC nennt dabei vor allem Strecken in Richtung Alpen, Seen, Mittelgebirge und Küsten.
Auf diesen Autobahnen rechnet der ADAC mit viel Verkehr
Besonders belastet dürften nach Einschätzung des ADAC folgende Strecken sein:
- A1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg
- A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
- A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A24 Hamburg – Schwerin
Probleme könnten nach Einschätzung des Automobilklubs vorwiegend dort entstehen, wo der Verkehr ohnehin ausgebremst wird. Der ADAC zählt derzeit rund 1.000 Baustellen allein auf den deutschen Autobahnen. An bestehenden Engstellen und Baustellen könnten auch die zusätzlichen Lastwagen das Staurisiko erhöhen.








