Erdinger Weißbräu
Bier-Pionier Werner Brombach gestorben
Aktualisiert am 09.08.2026 – 15:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Erdinger Weißbräu trauert um Inhaber Werner Brombach. Der „Weißbier-Pionier“ ist im Alter von 86 Jahren verstorben.
Einer der erfolgreichsten deutschen Bierbrauer ist tot: Werner Brombach, langjähriger Inhaber und Geschäftsführer der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, sei im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben, teilte das Brauhaus in Erding mit. Zuerst hatte der „Münchner Merkur“ berichtet. Brombach hatte sein Unternehmen im vergangenen Jahr in den Besitz einer Familienstiftung überführt.
Bier-Ausstoß vervielfacht
Brombach war 1965 in die von seinem Vater geführte Traditionsbrauerei nordöstlich von München eingestiegen. Sie hatte damals einen Ausstoß von 40.000 Hektolitern pro Jahr. Brombach machte als erster Brauer das bis dato vor allem in Bayern bekannte Weißbier über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt und steigerte den Ausstoß schrittweise auf rund 1,5 Millionen Hektoliter.
Mit der Marke Erdinger Weißbräu hatte Brombach auf der Grundlage bayerischer Lebensart eine weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Weißbier-Kultur geschaffen, die in der jüngeren Vergangenheit auch immer stärker durch alkoholfreie Varianten geprägt wurde. Viele Prominente tauchten in den Werbespots von Erdinger auf, darunter Spitzensportler wie Franz Beckenbauer, Thomas Müller oder die Ex-Biathletin Magdalena Neuner.

Strikte Ein-Standort-Politik
Walter Berizzi, stellvertretender Stiftungsrats-Vorsitzender der Werner Brombach-Familien-Stiftung, würdigte den verstorbenen Unternehmer. „Heimatverbundenheit, Bodenständigkeit, Pioniergeist und unternehmerischer Weitblick – das zeichnete Werner Brombach aus. Er war national und international ein Sympathieträger, der bis zuletzt die Brauerei führte und sich um die Belange seiner Mitarbeiter kümmerte.“
Erdinger Weißbräu braut bis heute ausschließlich am Standort Erding. Das Bier wird inzwischen in mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt exportiert.











