6:1-Wahnsinn in Magdeburg
BTSV zeigt „Hunger und Gier“ – Entschuldigung vom Gegner
09.08.2026 – 07:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Das war ein dickes Ausrufezeichen: Eintracht Braunschweig stürmt zu einem fulminanten Auftaktsieg in Magdeburg. Die Stimmung ist gelöst.
Mit einem derartigen Raketenstart hat wohl keiner gerechnet: Mit 6:1 fegte Eintracht Braunschweig am Samstagnachmittag über den 1. FC Magdeburg hinweg. Laut Liga-Angaben war es der dritthöchste Auftaktsieg in der Geschichte des deutschen Unterhauses. Entsprechend positiv fällt das Fazit der BTSV-Verantwortlichen und -Profis nach der Partie aus.
Torhüter und Kapitän Ron-Thorben Hoffmann zeigte sich insbesondere von der Art und Weise des Auftretens seiner Mannschaft angetan. „Das ‚Wie‘ ist entscheidend auch für die nächsten Spiele. Diesen Hunger und diese Gier für die wir stehen wollen, haben wir heute direkt gezeigt“, sagte er nach der Gala in Magdeburg. „Dass es dann am Ende sechs Tore sind, ist natürlich Wahnsinn.“
Dem Gegner habe es seine Mannschaft von Beginn an „extrem schwer“ gemacht. Und: Obwohl der BTSV schon zur Halbzeit durch Toren von Aaron Opoku (15. Minuten), Jan Urbich (21./26.) und Mehmet Aydin (44./Foulelfmeter) aussichtsreich mit 4:0 in Führung lag, habe man nicht nachgelassen. „Wir wussten, dass wir weiterhin mit 100 Prozent ans Limit gehen“, sagte Hoffmann. „Nur so kann es gehen.“
Kornetka: „Haben noch langen Weg vor uns“
Auch Trainer Lars Kornetka hatte nach der Leistung seines Teams nur wenig zu bemängeln. „Uns ist es gut gelungen, die Stärken von Magdeburg mit dem Ball zu unterbinden“, bilanzierte der Coach. Dann habe sich die Eintracht in einen „Flow“ gespielt und die Unkonzentriertheit des Gegners „brutal“ ausgenutzt.
Der zweite Durchgang, in dem Magdeburg durch Mateusz Zukowski zunächst auf 1:4 verkürzte (49.), ehe Samuele di Benedetto (50.) und Florian Flick (61.) den Endstand herstellten, bot laut Kornetka aber Ansätze zur Verbesserung. Man wisse, „dass noch ein langer Weg vor uns liegt“, schrieb der BTSV-Trainer auf Instagram.
Ratlosigkeit beim 1. FC Magdeburg
Torhüter Hoffmann wurde da konkreter. „Wir haben auf jeden Fall noch Dinge, vor allem in der Restverteidigung, zu verbessern“, bemängelte er das bisweilen sorglose Abwehrverhalten. Insgesamt war die Stimmung im Anschluss an die 6:1-Gala aber entsprechend gut.
Beim Gegner indes herrschte große Ratlosigkeit. Magdeburg-Trainer Petrik Sander fühlte besonders mit den eigenen Fans: „Der Sieg für Eintracht ist auch in der Höhe so verdient“, sagte er. Sein Team hatte nach der Roten Karte für Andreas Bockhorn weite Teile der Partie sogar in Unterzahl spielen müssen. „Ich kann mich nur bei allen, die im Stadion waren, für diesen Auftritt entschuldigen. So wollte sich der 1. FC Magdeburg nicht präsentieren“, sagte Sander. Angreifer Alexander Nollenberger sah in dem Debakel einen „Totalschaden.“
Schon in der kommenden Woche kann es der FCM aber besser machen. Am Samstag (Anstoß: 13 Uhr) geht es auswärts gegen den VfL Osnabrück. Braunschweig trifft im ersten Heimspiel der neuen Saison am Freitagabend auf den VfL Bochum (Anstoß: 18.30 Uhr).











