Trainer-Legende der Bundesliga
Mit einem Dorfklub bei Hannover gelang Volker Finke ein Wunder
08.08.2026 – 11:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer an Volker Finke denkt, hat sofort den SC Freiburg im Kopf. Doch seinen ersten großen Erfolg feierte er als Trainer in der Region Hannover.
Wenn der TSV Havelse am 8. August in die neue Drittligasaison startet, ist das ein historischer Moment. Erstmals überhaupt tritt der kleine Stadtteil-Club aus Garbsen in der zweiten Saison hintereinander in einer Profiliga an. Vor fast 40 Jahren spielte Havelse sogar ein Jahr lang in der 2. Bundesliga. Der damals noch unbekannte Trainer trug einen heute wohlbekannten Namen: Volker Finke.
Am Anfang seiner Trainerkarriere war der spätere Erfolgscoach des SC Freiburg in den niedersächsischen Amateurklassen aktiv. Parallel dazu unterrichtete der gebürtige Nienburger als Lehrer Sport, Sozialkunde und Mathematik.
Finke rettete Dorfklub vor Abstieg
Anfang 1986 übernahm der 37 Jahre alte Finke den TSV Havelse im Abstiegskampf der Oberliga Nord (damals 3. Liga). Zunächst gelang es ihm, den Dorfklub in der Liga zu halten. Über die nächsten Jahre führte er Havelse dann an die Spitze der Oberliga. Der Garbsener Stadtteil war zu einer attraktiven Adresse für Talente geworden – zu den Leistungsträgern gehörte unter anderem Jens Todt, den Finke als Lehrer entdeckt hatte. Todt sollte 1996 mit Deutschland Europameister werden.

1989 gewann Finke mit seinem Verein erstmals die Meisterschaft der Oberliga Nord, scheiterte dann aber in der Aufstiegsrunde. Ein Jahr später erreichte die Mannschaft erneut die Aufstiegsrunde – und setzte sich dieses Mal durch. Zum ersten Mal spielte der kleine Verein 1990/91 gemeinsam mit dem großen Lokalrivalen Hannover 96 in derselben Klasse.
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Die 2. Liga erwies sich für den TSV Havelse allerdings als einen Schritt zu groß. Nach acht Niederlagen und nur acht Punkten aus den ersten 13 Spielen schmiss Volker Finke im Oktober 1990 seinen Job freiwillig hin. Neben dem mäßigen Saisonstart gab es Differenzen. Und: Das Umfeld war schlicht zu begrenzt für den ambitionierten und damals schon als Visionär geltenden Trainer.










