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Home » USA planen Doppelschlag gegen China
Wirtschaft

USA planen Doppelschlag gegen China

By zeit-heute.deAugust 6, 20262 Mins Read
USA planen Doppelschlag gegen China
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Chip-Rohstoff

Insider: USA planen Doppelschlag gegen China

Aktualisiert am 06.08.2026 – 00:21 UhrLesedauer: 3 Min.

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US- und chinesische Flagge vor dem Pentagon (Archivbild). (Quelle: Yuri Gripas/Reuters)

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Die Trump-Regierung will neue Zölle erheben. Diesmal geht es um einen wichtigen Rohstoff für die Chipproduktion. Im Blick ist dabei die Konkurrenz aus China.

Die USA werden Insidern zufolge voraussichtlich schon am Donnerstag einen Zollsatz von 15 Prozent sowie eine Reihe von Mindestpreisen für Produkte aus Polysilizium verkünden – dem wichtigsten Rohstoff für Solarmodule und Halbleiter. Die US-Regierung will damit den Vormarsch Chinas bei Solaranlagen und in der Chip-Industrie stoppen. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump werde wohl Mindestimportpreise für Polysilizium, Wafer, Zellen und Module sowie einen Zoll von 15 Prozent auf Polysilizium-Derivate beinhalten, sagten vier US-Insider.

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Die USA wollen Insidern zufolge die heimische Produktion von Polysilizium schützen, das in unterschiedlichen Qualitätsstufen der Grundstoff für Solarmodule, aber auch für Computerchips ist. Für die USA geht es darum, bei Künstlicher Intelligenz (KI) und Energie konkurrenzfähig mit China zu sein oder zu bleiben. In den USA selbst produzieren Hemlock Semiconductor, ein Gemeinschaftsunternehmen von Corning mit der japanischen Shin-etsu Handotai, und die Münchner Wacker Chemie Polysilizium.

Werk von Wacker in Sachsen: Die deutsche Firma gehört zu den größten Produzenten von Polyslicium weltweit.Vergrößern des Bildes
Werk von Wacker in Sachsen: Die deutsche Firma gehört zu den größten Produzenten von Polyslicium weltweit. (Quelle: IMAGO/Richard Wareham)

Der Reuters-Bericht über die Pläne trieb die Wacker-Aktie am Mittwoch um 6,5 Prozent an. Das Familienunternehmen hat sich auf das hochreine Chip-Silizium konzentriert, wo es weltweiter Marktführer ist.

Aus Polysilizium werden Siliziumscheiben (Wafer) hergestellt, aus denen dann Chips gestanzt werden, aber auch Solarmodule, mit denen China den Markt überschwemmt. Nach Daten der Semiconductor Industry Association entfallen nur 2,4 Prozent der weltweiten Polysilizium-Nachfrage auf die Chip-Industrie. China stellt 80 Prozent der Produktionskapazität für Solaranlagen.

USA wollen Überleben der US-Hersteller sichern

Importeure, die in die US-Produktion von Wafern und Solarzellen investieren, sollen die durch die Mindestpreise und Zölle entstehenden Kosten ausgleichen können, sagten Insider. Die US-Regierung stützt sich auf Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962. Er erlaubt dem Präsidenten, Zölle auf Importe zu verhängen und die Einfuhr zu beschränken, wenn diese die nationale Sicherheit bedrohen. Das muss aber erst in einer Untersuchung nachgewiesen werden. Trump hat diese Befugnis bereits zuvor genutzt, um Zölle auf Stahl, Autos oder Aluminium zu verhängen. Untersuchungen zu Drohnen und Industrierobotern laufen noch.

Fabrikanlage zur Halbleiterproduktion in der Region Innere Mongolei in China. (Archivbild)Vergrößern des Bildes
Fabrikanlage zur Halbleiterproduktion in der Region Innere Mongolei in China. (Archivbild) (Quelle: Maxim Shemetov/Reuters)
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