Polizei gibt bekannt
16-Jährige vergewaltigt? Fall nimmt klare Wendung
31.07.2026 – 10:39 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine 16-Jährige gibt an, nach einer Feier vergewaltigt worden zu sein. Sie beschreibt die angeblichen Täter. Wochen später kommt heraus: Es war alles ganz anders.
Eine angebliche Vergewaltigung in Stuttgart Ende Juni hat nie stattgefunden. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Im Laufe der Ermittlungen hätten sich „Widersprüche im Tatablauf“ ergeben, sodass „erhebliche Zweifel“ aufgekommen seien. In einer Vernehmung habe das 16 Jahre alte vermeintliche Opfer schließlich zugegeben, die Vergewaltigung nur vorgetäuscht zu haben.
Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren gegen die Teenagerin ein – wegen Vortäuschens einer Straftat.
Vergewaltigung in Stuttgart? 16-Jährige gibt Lüge zu
Die 16-Jährige hatte sich Ende Juni bei der Polizei gemeldet, um die angebliche Vergewaltigung anzuzeigen. Sie hatte angegeben, nach einer Feier in einer Toilettenanlage am Charlottenplatz von zwei Männern missbraucht worden zu sein. Auch Details nannte die Jugendliche: So sei sie beim Versuch davonzurennen gestürzt, und die beiden Männer hätten auf sie eingeprügelt. Die Unbekannten beschrieb sie damals als dunkelhäutig und 25 bis 30 Jahre alt. Auch zur Kleidung gab sie eine Beschreibung ab. Zeugen wurden gebeten, sich zu melden.
Wieso die 16-Jährige die Vergewaltigung erfand, konnte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von t-online nicht sagen – auch zum Schutz der Jugendlichen. Er betonte aber, dass die Ermittler Anzeigen wegen Sexualdelikten grundsätzlich sehr ernst nähmen. Mit großem Ermittlungsaufwand würden dann die Details und Schilderungen der Opfer überprüft.











