Zehn Modelle im Test
Bei zwei E-Scootern bricht der Lenker
28.07.2026 – 00:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Sieben von zehn E-Scootern schneiden im ADAC-Test gut ab. Zwei Modelle fallen jedoch mit einem gravierenden Sicherheitsproblem auf.
Reichweite, Preis, Ausstattung: Genauso wichtig wie diese Faktoren ist beim Kauf eines E-Scooters, wie sicher das Fahrzeug im Alltag ist. Das hat der ADAC bei zehn aktuellen Modellen mit Straßenzulassung überprüft.
Getestet wurden unter anderem Fahrverhalten, Bremsen, Bedienung, Sicherheit, Haltbarkeit, Reichweite und mögliche Schadstoffe. Das Ergebnis fällt überwiegend positiv aus: Sieben der zehn Modelle erhalten die Gesamtnote „gut“.
Zwei Modelle versagen im Belastungstest
Doch nicht alle E-Scooter bestehen den Test ohne Beanstandungen. Beim Navee N65i II und beim Streetbooster Sirius brach der Lenker während einer Belastungsprüfung. Beide Modelle erhalten deshalb nur die Gesamtnote 4,5. Nach Angaben des ADAC legt der Automobilklub bei der Prüfung höhere Maßstäbe an als der Gesetzgeber. Die gesetzlich vorgeschriebenen Tests bildeten die Belastungen im Alltag aus Sicht des ADAC nicht ausreichend ab.
Das beste Gesamtergebnis erzielt der Segway Ninebot F3 Pro D mit der Note 2,0. Er überzeugte die Tester mit einem komfortablen Fahrverhalten, gut abgestimmten Bremsen, einer guten Beleuchtung sowie einem umfangreichen Display und einer dazugehörigen App. Nachholbedarf gibt es allerdings bei der Ladezeit: Bis der Akku vollständig geladen ist, vergehen mehr als acht Stunden.
Reichweiten weichen von Herstellerangaben ab
Nicht nur bei der Sicherheit, sondern auch bei der Reichweite weichen die Versprechen der Hersteller teilweise deutlich von der Realität ab. So gibt Odys für den Ultron i75 eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern an. Im ADAC-Test kam der E-Scooter jedoch nur auf knapp 48 Kilometer. Wer regelmäßig längere Strecken fahren möchte, sollte die Herstellerangaben deshalb nicht ungeprüft hinnehmen.

Verbesserungsbedarf sehen die Tester außerdem bei der Beleuchtung. Beim Modell von SoFlow blendete das fest verbaute Frontlicht den Gegenverkehr. Zwar waren bereits alle getesteten E-Scooter mit Blinkern ausgestattet, obwohl diese erst ab dem kommenden Jahr vorgeschrieben sind. Bei einigen Modellen waren die Blinker von der Seite jedoch nur schwer oder gar nicht zu erkennen.
E-Scooter-Unfälle nehmen deutlich zu
Die Bedeutung einer guten Sicherheitsausstattung wird auch bei einem Blick auf die Unfallzahlen deutlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 16.500 Unfälle mit E-Scootern. Das sind rund 38 Prozent mehr als im Vorjahr.












