Im Fluss Río de la Plata
Wal strandet in Argentinien – dramatische Rettungsaktion
26.07.2026 – 02:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehr als einen Tag lang kämpften Helfer um das Leben eines Wals, der in einem Fluss festsaß. Das Tier überlebte nicht.
Ein Seiwal ist in Argentinien auf einer Sandbank im Fluss Río de la Plata gestrandet und gestorben. Rettungsteams hatten mehr als einen Tag lang versucht, das sieben Meter lange Tier zu befreien. Das teilte die Naturschutzstiftung Temaikén laut DPA mit.
Der Wal wurde erstmals am Freitag vor der Küste von San Fernando gesichtet, einem Vorort nördlich der Hauptstadt Buenos Aires. Die Lage galt von Beginn an als „kritisch“: Das gesamte Gewicht des Tieres lastete auf seinem Bauch, was die Funktion seiner Organe beeinträchtigte. Um den Stress für den tonnenschweren Wal zu verringern, hielten die Helfer seine Haut feucht.
Sichtungen kommen öfter vor
Die Rettungsteams planten, den natürlichen Anstieg des Wasserstands zu nutzen, um das Tier ins tiefere Wasser zu leiten und von dort zurück ins Meer zu führen. Der Flussabschnitt ist bekannt für starke Gezeitenschwankungen und viele Sandbänke. Der Plan scheiterte. Temaikén erklärte: „Leider hat das Tier trotz aller Bemühungen nicht überlebt.“
Der Seiwal (Balaenoptera borealis) gehört zu einer Art, die im südlichen Winter entlang der argentinischen Atlantikküste nordwärts wandert. Sichtungen zwischen Argentinien, Uruguay und Brasilien nahe der Mündung des Río de la Plata seien daher nicht ungewöhnlich, so Temaikén. Die Stiftung geht davon aus, dass das Tier durch eine Kombination aus Umweltfaktoren oder einem Gesundheitsproblem die Orientierung verloren habe, flussaufwärts geraten und schließlich auf der Sandbank gestrandet sei.










