„Was willst du?“
Zehn Männer provozieren Polizeieinsatz in Freibad
16.07.2026 – 09:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Bademeister bittet zehn junge Männer, sich leiser zu verhalten. Doch die Männer reagieren nicht wie erwartet.
Zehn Männer haben in einem bayerischen Freibad einen Polizeieinsatz ausgelöst – dabei waren sie nach Angaben des Bades lediglich gebeten worden, leiser zu sein, wie die „Mittelbayerische Zeitung“ berichtete.
Der stellvertretende Leiter des Freibads in Cham, Erwin Zankl, schilderte der Zeitung den Vorfall vom Sonntag. Die jungen Männer hätten das Bad demnach gegen 17 Uhr betreten und seien von Beginn an durch ihr Benehmen negativ aufgefallen. Auf dem Sprungturm hätten sie laut geschrien. Sein Kollege habe daraufhin um Ruhe gebeten. „Daraufhin ist das Ganze irgendwie eskaliert“, so Zankl. Einer der Männer habe den Bademeister etwa mit den Worten „Wer bist du? Was willst du?“ angepöbelt. Der Kollege habe daraufhin die Polizei alarmiert.
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Freibad-Eskalation: Immer wieder Polizeieinsätze in Deutschland
Diese bestätigte der „Mittelbayerischen Zeitung“ einen entsprechenden Einsatz. Man sei mit mehreren Streifen ausgerückt, um Herr der Lage zu werden. „Der Hauptaggressor war ein 21-jähriger Syrer“, sagte ein Sprecher. Schließlich hätten aber alle Männer aus der Gruppe das Bad ohne Widerstand verlassen. Gegen sie wurde ein Hausverbot ausgesprochen.
Die Sicherheit in deutschen Freibädern steht seit Monaten im Fokus, nachdem es in den vergangenen Jahren teilweise schwere Ausschreitungen gegeben hatte. Auch in diesem Jahr kam es schon zu zahlreichen Polizeieinsätzen in Freibädern: Erst Ende Juni hatten etwa in Kehl an der Grenze zu Frankreich 50 bis 60 Männer versucht, das Freibad zu stürmen. Seitdem gelten dort strenge Einlasskontrollen und die Kapazitäten des Bades wurden reduziert. Wer eine Tageskarte kauft, muss seine Personalien angeben.
Auch im einzigen Damenbad Deutschlands, dem Lorettobad in Freiburg, gab es zuletzt Diskussionen über das Verhalten einiger Badegäste. In einem offenen Brief war die Rede von Überlastung, unter anderem durch Gruppen, die teilweise „ungeduscht und in normaler Bekleidung mit langen Gewändern und zum Teil sogar in Unterwäsche“ ins Becken gingen. Das Bad reagierte inzwischen auf den Besucheransturm – mit einem Verbot für unter 16-Jährige an den Wochenenden.











