Ferienstart in sechs Bundesländern
ADAC warnt vor Staus am Wochenende
29.06.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Urlaubsverkehr in Richtung Süden sowie zur Nord- und Ostsee dürfte am Wochenende deutlich zunehmen. Wo Autofahrer besonders viel Geduld brauchen.
Autofahrer müssen sich am kommenden Wochenende auf längere Staus einstellen. Der ADAC erwartet vor allem am Freitagnachmittag und Samstag deutlich mehr Verkehr auf den Autobahnen.
Mit Niedersachsen, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen beginnen sechs weitere Bundesländer ihre Sommerferien. Urlauber aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits unterwegs. Zudem starten in mehreren Nachbarländern die Ferien, sodass auch dort viele Reisende die deutschen Autobahnen nutzen.
Urlauber zieht es ans Meer
Besonders voll dürfte es auf den Strecken in Richtung Süden sowie zur Nord- und Ostsee werden. Bei schönem Wetter rechnet der ADAC am Samstagvormittag zusätzlich mit starkem Ausflugsverkehr in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen. Der Rückreiseverkehr aus den Naherholungsgebieten setzt jeweils am Samstag- und Sonntagabend ein.
Für zusätzliche Verzögerungen sorgen mehrere Großveranstaltungen. Rund um den Norisring in Nürnberg findet von Freitag bis Sonntag ein DTM-Rennen statt. Auch Musikfestivals wie das „Splash“ in Ferropolis bei Leipzig dürften den Verkehr auf den Anreiserouten erhöhen. Im Ruhrgebiet kann es am Samstag wegen einer Fahrradsternfahrt zeitweise zu Straßensperrungen kommen. Hinzu kommen bundesweit rund 1.050 Autobahnbaustellen.
Besonders staugefährdet sind unter anderem folgende Fernstraßen:
- A1 Köln – Dortmund – Münster – Bremen – Hamburg – Lübeck
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt sowie Passau – Linz
- A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Hamburg – Hannover – Kassel sowie Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A24 Hamburg – Berliner Ring
- A81 Singen – Stuttgart
- A93 Inntaldreieck – Kufstein
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A99 Autobahnring München
Österreich und Schweiz: Hohe Staugefahr
Auch auf den wichtigsten Urlaubsrouten im Ausland erwartet der ADAC längere Wartezeiten. In Österreich gelten die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route als besonders staugefährdet. Auf der Brennerautobahn kommt es wegen der Sanierung der Luegbrücke weiterhin zu Einschränkungen. In der Schweiz bleibt die Gotthard-Route der größte Engpass. In Italien stockt der Verkehr vor allem auf der Brennerautobahn sowie auf den Zufahrten nach Mailand und Genua.
Bei der Einreise nach Deutschland können wegen der Grenzkontrollen ebenfalls Wartezeiten entstehen.
Um Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, gelten auf mehreren Strecken Abfahrtssperren. In Deutschland betrifft das unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 und die Bundesstraßen B2 und B23 im Raum Garmisch-Partenkirchen. Auch in Tirol sind an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen Ausweichfahrten auf vielen Landesstraßen untersagt.












